Bei diesem besonderen Jubiläum, der vierzigsten Auflage des Riesenbecker Triathlon, wollten die Aktiven des SC Altenrheine nicht fehlen. Die zwölf Triathleten wollten aber nicht nur teilnehmen, sondern wie in den anderen Jahrzehnten auch durch Leistung der Veranstaltung ihren Stempel aufdrücken. Acht Mal standen die SCler auf der Siegertreppe der Altersklassenwertung.
Die Volksdistanz ist in Riesenbeck der Klassiker. Schon bei den ersten Veranstaltungen lockte dieses Format die interessierten Ausdauersportler zu diesem neuen Event. Im Laufe der Jahre wurden die Längen und Strecken dieses Wettkampfes immer wieder verändert. In diesem Jahr mussten die Athleten 600 Meter schwimmen, auf einem sehr kurzen Rundkurs knapp 20 Kilometer mit dem Rad fahren und 5 Kilometer rund um den Tormoorsee laufen. Die nur 6,7 Kilometer lange Radrunde sowie die 2,5 Kilometer lange Seerunde waren zwar insbesondere in der letzten Runde recht voll, sie boten aber den Zuschauern beste Möglichkeiten den spannenden Wettkampf zu verfolgen.
Mit dem Startschuss stürmten Jan Veldhuis, Göran Blaschke und Damian Wievelsiep nach vorne. Nur 11 Minuten später saßen sie schon auf den Rädern und etablierten sich damit in der Spitze des über 200 Teilnehmer starken Feldes. In der nächsten Welle wurden dann Ralf Uhlenbruch, Christian Dudek, Michael Mittelberg und Manfred Ricklin an den Strand gespült. Lutz Brüning, der sich ganz spontan für den Start entschieden hatte, ließ sich im Wasser etwas mehr Zeit, um dann insbesondere in den Laufschuhen mächtig aufzutrumpfen.
In dem leistungsstarken und engen Feld behauptet sich das Trio Veldhuis, Blaschke und Wievelsiep auch beim Radfahren in den Top Ten. Manfred Ricklin, der schon vor mehr als 35 Jahren in Riesenbeck am Start war, konnte in seiner Paradedisziplin, dem Radfahren, wieder glänzen.
Auf der zuschauerfreundlichen Laufrunde musste sich dann die Spreu vom Weizen trennen. Die ersten zwanzig Triathleten der Gesamtwertung absolvierten die fünf Laufkilometer zwischen 17 und 20 Minuten. Jan Veldhuis hatte mit einer Platzierung unter den ersten Drei spekuliert, musste aber verletzungsbedingt beim Laufen etwas Tempo herausnehmen. Als Fünfter der Gesamtwertung zeigte er aber eine sehr gute Leistung. Direkt hinter Veldhuis lief Göran Blaschke nach 1:05:57 Stunden ins Ziel. Mit dieser Zeit war er in der AK 45 nicht zuschlagen. Damian Wievelsiep (1:07:28 Stunden) verpasste als 14. der Gesamtwertung und Vierter der AK 30 nur knapp das Podium. Ralf Uhlenbruch (1:09:18 Stunden) fuhr 35 Jahre nach seinem ersten Start in Riesenbeck mit dem Bronzetitel der AK 55 nach Hause. In der Gesamtwertung wurde er Zwanzigster. Christian Dudek (1:10:33 Stunden) zeigte sich trotz längerer Wettkampfpause konkurrenzfähig und wurde hinter Uhlenbruch Vierter in der AK 55. Michael Mittelberg und Manfred Ricklin boten ein spannendes Vereinsduell. Nach dem Schwimmen war Mittelberg vor Ricklin. In der zweiten Disziplin holte Ricklin auf, musste aber Michael Mittelberg auf Grund der besser Laufleistung den Vortritt lassen. Michael Mittelberg (1:12:51 Stunden) und Manfred Ricklin (1:16:04 Stunden) platzierten sich in der AK 60 bzw. AK 65 jeweils auf dem Vizetitel. Mit einer Laufzeit von 19:16 Minuten schob sich Lutz Brüning (1:14:39 Stunden) auf den dritten Rang derAK20 vor.
Ingrid König hatte schon einige Radkilometer vor dem Wettkampf in den Beinen, da sie sich auf eine Langdistanz vorbereitet. Nach dem Schwimmen donnerte die SCler mit der drittschnellsten Radzeit aller Teilnehmerinnen über den Kurs und fuhr damit an die Spitze der AK 60. Beim Laufen musste sie ihre ganze Routine ausspielen, um die Angriffe der Zweitplatzierten abzuwehren. Nach 1:18:06 Stunden hatte König die AK 60 gewonnen. Birgit Bölker erkämpfte sich nach 1:29:54 Stunden den zweiten Rang in der AK 55. Svenja Feist machte es ihrem Vater Michael Mittelberg gleich und schaffte den Sprung auf das Treppchen. Sie belegt nach 1:23:14 Stunden den dritten Rang in der AK 30.
Nur ein SCler hatte sich für die olympische Distanz gemeldet. Guido Wilke schwamm im Torfmoorsee 1,5 Kilometer, radelte 6 Runden, die sich zu 40 Radkilometer summierten, und lief zum Abschluss 10 Kilometer rund um den See. Als Sechster der AK 55 beendet er nach 2:45:28 Stunden das Rennen.
Verbandsliga Nord
Veldhuis, Jan (GER)SC Altenrheine I 00:23:18 01:06:16 00:39:36 02:12:16 |
Wiegers, Jan (GER)SC Altenrheine I 00:26:07 01:12:38 00:43:05 02:25:20 |
19 Dobrzinski, OliverSC Altenrheine I 00:24:39 01:13:14 00:45:03 02:26:38 |
30 SC Altenrheine I 00:24:26 01:13:54 00:49:52 02:32:32 |
Im Saerbecker Naturfreibad mussten als Auftakt 600 Meter geschwommen werden. Waren die Lufttemperaturen am Sonntag sehr angenehm, fast schon kühl, für einen Wettkampf, hatte das Wasser noch genug Temperatur gespeichert. So gab es bei etlichen Triathleten lange Gesichter. Die Wettkampfrichter hatten 23,1 Grad gemessen, damit war der Neoprenanzug verboten. Davon zeigte sich Oliver Dobrzinski völlig unbeeindruckt. Nach 12 Minuten saß er schon auf dem Rad und befand sich damit unter den besten 20 Teilnehmern. Sukzessive verbesserte er auf den 20 Radkilometern seine Position. Auch wenn besonders auf dem Rückweg der Wendepunktstrecke der Gegenwind das Tempo deutlich drosselte. Wegen einer Baustelle musste die eigentlich 5,5 Kilometer lange Laufstrecke verlegt werden. Für die knapp 4,8 Kilometer benötigte Dobrzinski nur 18 Minuten. Damit war ihm nach 1:03:24 Stunde weder Rang 15 der Gesamtwertung noch der erste Platz in der AK 40 zu nehmen.
Guido Wilke und Ingrid König lieferten sich ein spannendes Duell über alle drei Teildisziplinen des Triathlon. Lieblingsdisziplin und Schwimmen wird Guido Wilke wohl nur selten in einem Satz verwenden. Ingrid König konnte sich klar von ihrem Vereinskollegen absetzen. Auch auf dem Rad konnte sie die Führung behaupten, aber Guido Wilke hatte nun festen Boden unter den Füßen beziehungsweise Rädern und arbeitete sich kontinuierlich an Ingrid König heran. In der zweiten Laufrunde überholte Wilke dann Ingrid König. Mit 20 Sekunden Vorsprung lief Guido Wilke nach 1:15:55 Stunde ins Ziel. In der AK 55 belegte der SCler damit den siebten Rang. In der AK 60 erkämpfte sich Ingrid König den dritten Platz und zeigte besonders auf der Laufstrecke eine starke Leistung.
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Platz |
Name |
|
Endzeit |
AK |
|
AK-Platz |
Schwimmen |
Rad |
Laufen |
|
15 |
Dobrzinski |
Oliver |
01:03:24 |
M |
40 |
1 |
0:12:17 |
00:33:04 |
00:18:03 |
|
101 |
Wilke |
Guido |
01:15:55 |
M |
55 |
7 |
0:17:49 |
00:36:48 |
00:21:18 |
|
105 |
König |
Ingrid |
01:16:15 |
W |
60 |
3 |
0:15:26 |
00:38:07 |
00:22:42 |
Immer wieder wird die außergewöhnliche Stimmung in Hamburg von den Triathleten als herausragendstes Merkmal des Dreikampfes in der Metropole an der Alster genannt. Und diese Stimmung wird nicht zuletzt von den knapp 200.000 Zuschauer am Streckenrand produziert. Von dieser Stimmung ließ sich auch Michael Mittelberg über die 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Radkilometer und 10 Laufkilometer tragen. Nachdem er das nasse Element nach 32 Minuten hinter sich gelassen hatte, begann seine Aufholjagd. In guter Position liegend wechselte er nach den 40 Radkilometern zu seiner Paradedisziplin, dem Laufen. Schon auf den ersten 4 Kilometer lief Mittelberg schneller als der spätere Sieger der AK 60. Nach2:37:24 Stunden machte Mittelberg unter dem Jubel der vielen Zuschauer vor dem Hamburger Rathaus den letzten Schritt über die Ziellinie und war damit 13. der AK 60.
Einen guten Wettkampftag erwischte auch Simon Wagemaker. Trotz Verletzungsproblemen lieferte er beim Hamburger Sprinttriathlon in der AK 40 ein sehr gutes Ergebnis ab. Nur 12 Sekunden nach dem Altersklassensieger hatte er die 500 Meter in der Alster beendet. Auch auf den 20 Radkilometern durch die Innenstadt von Hamburg verlor der SCler nur wenig Zeit zur Spitze seiner Altersklasse. Besonders auf den fünf Laufkilometern spürte Wagemaker als herausragender Läufer den Trainingsrückstand, erkämpfte sich aber trotzdem nach 1:10:52 Stunden den fünften Rang in der Altersklasse 40.
Olympische Distanz |
Volksdistanz |
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Michael Mittelberg |
Simon Wagemaker |
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Start |
13:50:28 |
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Swim End |
00:16:49 |
|
Bike Start |
00:21:42 |
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Bike 5 Km |
00:31:11 |
|
Bike 10 Km |
00:39:10 |
|
Bike 15 Km |
00:48:59 |
|
Bike End |
00:57:40 |
|
Run Start |
01:01:04 |
|
Run 2.1 Km |
01:11:55 |
|
Run 3.2 Km |
01:17:03 |
|
Announcer |
01:25:12 |
|
Finish |
01:25:42 |
Mitten in der Metropole Hamburg beim größten Triathlon der Welt, hat die für den SC Altenrheine startende Ingrid König einen tollen zwanzigsten Platz bei der Weltmeisterschaft über Sprintdistanz erzielt. Neben dem Sport begeisterte Ingrid König vor allen Dingen das Flair der Veranstaltung. Die knapp 10.000 aktiven Sportler aus der ganzen Welt und die über 250.000 Zuschauer an dem Dreikampfwochenende bildeten einen mehr als würdigen Rahmen für diese Weltmeisterschaft über die kurze Sprintdistanz.
Schon beim CheckIn und bei der Wettkampfbesprechung, die natürlich auf Englisch abgehalten wurde, wurde Ingrid König klar, „das hier ist kein Wad-und-Wiesen-Triathlon“. Über 14 Nationen und 61 Teilnehmerinnen waren bei der WM in der AK 60 der Frauen vertreten. Ingrid König, eigentlich lieber auf den langen Strecken unterwegs, stellte sich auf der kurzen Sprintstrecke der Konkurrenz. Denn die 750 Meter Schwimmen in der Alster, sowie die zwei Radrunden je zehn Kilometer sind im für den Maximalpower bei der Sportlerin vom SC Altenrheine deutlich zu kurz. Das gilt ganz besonders für die abschließenden fünf Laufkilometer. Die benötigt der sprichwörtliche Dieselmotor von König schon zum warm werden. Doch Coach Manfred Ricklin, der seine Vereinskollegin in den letzten Wochen sportlich auf dieses Highlight vorbereitet hat, gab die Marschrichtung vor: „Wettkampf und Flair dieser besonderen Veranstaltung genießen und dann möglichst schnell Schwimmen, Radfahren und Laufen“.
Die 750 Meter in der Alster, die Zitterdisziplin von König, absolvierte sie trotz mancher Rempelei, mit 16:49 Minuten sehr souverän. Das bei den zwanzig Radkilometern das Windschatten fahren erlaubt war, spielte Ingrid König nicht in die Karten. Zwischenzeitlich fuhr sie mit in einer Gruppe, doch dann entschloss sie sich, ihr eigenes Rennen zu machen. Trotzdem zeigte der Tacho oft 38 Stundenkilometer und mehr an. Mit einer guten Radzeit verbesserte sich die Rheinenserin weiter in ihrer Altersklasse. Mit einer Laufzeit von 24 Minuten zeigte Ingrid König, dass sie sich international in ihrer Altersklasse nicht verstecken muss. Die Bronzemedaliengewinnerin in der AK 60 war nur unwesentlich schneller. Mit einem Endspurt belegte Ingrid König den zwanzigsten Rang in ihrer Altersklasse.
Gänsehaut pur war dann der Zieleinlauf vor dem Rathaus in Hamburg nach 1:25:42 Stunde. Tausende von Zuschauern feierten jeden einzelnen Starter und der blaue Teppich samt Ankündigung durch den Sprecher sorgten für einen emotionalen Abschluss. „Auch wenn die Streckenläge mir nicht ganz auf den Leib geschnitten ist, war es herausragendes sportliches Erlebnis“ ist Ingrid König nach dem Zieleinlauf von dem Hamburgwochenende begeistert. Als viertschnellste Deutsche in der AK 60 hat Ingrid König die deutschen Fahnen würdig vertreten.
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19 |
17 |
322 |
Christoph Börger |
AK 45 |
1978 |
3 |
00:29:46.1 |
02:03:24.4 |
01:54:59.4 |
04:28:09.9 |
00:46:02.0 |
|
|
56 |
52 |
331 |
Reinhold Dr.Hemker |
AK 75 |
1944 |
1 |
00:46:21.3 |
03:03:07.6 |
02:12:04.2 |
06:01:33.1 |
02:19:25.2 |
|
3 |
Jan Veldhuis |
AK 35 |
1988 |
1 |
00:25:36.1 |
01:05:45.4 |
00:39:52.8 |
02:11:14.3 |
00:01:33.2 |
|
|
18 |
Jan Wiegers |
AK 25 |
1996 |
1 |
00:27:01.3 |
01:12:17.2 |
00:45:36.9 |
02:24:55.4 |
00:15:14.3 |
|
|
23 |
Ralf Uhlenbruch |
AK 55 |
1965 |
2 |
00:24:26.4 |
01:14:49.2 |
00:48:12.7 |
02:27:28.3 |
00:17:47.2 |
|
|
33 |
Damian Wevelsiep |
AK 30 |
1991 |
4 |
00:26:47.3 |
01:16:05.5 |
00:52:49.4 |
02:35:42.2 |
00:26:01.1 |
|
|
28 |
Wagemaker, |
Simon |
28. |
8:56 |
1:21 |
31:23 |
1:15 |
20:22 |
1:03:15 |
|
34 |
Uhlenbruch, |
Ralf |
34. |
9:17 |
1:47 |
32:07 |
1:13 |
20:43 |
1:05:07 |
|
58 |
Schmidt, |
Vitali |
58. |
13:12 |
1:34 |
33:17 |
1:38 |
20:24 |
1:10:04 |
|
71 |
Dobrzinski, |
Oliver |
71 |
8:48 |
1:34 |
32:03 |
1:05 |
19:26 |
Disq. |
16. SC Altenrheine I 191 Punkte
28. Simon Wagemaker - 1:03:15
34. Ralf Uhlenbruch - 1:05:07
58. Vitali Schmidt - 1:10:04
71. Oliver Dobrzinski - disq.