BERLIN. Mit drei Ausdauersportlerinnen und -sportlern war der SC Altenrheine beim Berlin-Marathon vertreten. Reinhild Krey, Tobias Schnoor und Paul Nienhaus genossen dabei das Privileg, in einem Rennen gemeinsam mit Weltrekordler Eliud Kipchoge über die Distanz von 42,195 Kilometer zu laufen. Mit der neuen Fabelbestzeit von 2:01:09 Stunden konnten sich die Altenrheiner natürlich nicht messen, aber alle drei erreichten am Ende zufrieden das Ziel kurz hinter dem Brandenburger Tor.
Tobias Schnoor stellte mit 3:39:32 Stunden eine neue persönliche Bestzeit auf. Und dennoch blieb Zeit, die Hauptstadt wahrzunehmen: „Bei 25 Kilometer habe ich gemerkt, dass es nicht reicht für eine Zeit unter 3:30 Stunden. Ich habe dann etwas Tempo herausgenommen und Berlin genossen“, sagte er nach dem Überqueren des Zielstrichs.
Für Reinhild Krey war es der fünfte Marathon. Mit den erreichten 4:30:58 Stunden war sie überglücklich: „Berlin ist wirklich ein besonderer Lauf“, schwärmte sie. „An fast jedem Streckenkilometer eine Band und am Ende die schönste Zielgerade der Welt – das entlohnt für alle Mühen der Vorbereitung.“
Paul Nienhaus überraschte sich selbst bei seinem 16. Start in Berlin. Eine hartnäckige Knieverletzung hatte eine angemessene Marathonvorbereitung unmöglich gemacht. Insofern wollte er eigentlich bei Streckenkilometer 17 aussteigen. Dann nahm ihn die Atmosphäre und die sich verbreitende Nachricht vom Weltrekordlauf Kipchoges so gefangen, dass er einfach weiterlief. Nach 5:22:12 erreichte auch er das Ziel – schwer strapaziert, aber überglücklich.
Christian Dudek wurde mit 43:42 Minuten Altersklassensieger in der AK 50. Petra Romberg benötigte für die Strecke 47:18 Minuten und siegte in der Altersklasse W 50. Guido Wilke lief kurz hinter ihr nach 47:38 Minuten als Zweiter der Altersklasse M 55 ins Ziel. Für Heinz-Jürgen Bertram wurden 48:15 Minuten gestoppt. Er kam auf Platz zwei der Altersklasse M 60. Otto Reeker siegte mit 53:14 Minuten in der Altersklasse M 70 und konnte drei Konkurrenten auf deutliche Distanz halten. Britta Blaschke siegte mit 57:59 Minuten in der Altersklasse W 40.
Über 5 Kilometer waren sechs Altenrheiner am Start. Schnellster SCA-Läufer war Jonas Linnenschmidt. Er erreichte mit einer Zeit von 22:20 Minuten Platz zwei in der Altersklasse U 14. Für Paul Nienhaus wurden 25:09 Minuten gestoppt. Er siegte in der Altersklasse M 55. Markus Werner lief kurz hinter ihm nach 25:19 Minuten als Dritter der Altersklasse M 45 ins Ziel.
Michael te Wildt überquerte die Ziellinie nach 25:38 Minuten als Zweiter der Altersklasse M 50. Aloysia Wegmann siegte mit 29:27 Minuten in der Altersklasse W 60. Sabine Roß erreichte mit 30:33 Minuten in der Altersklasse W 50 Platz drei.
Auch der 7. Sparkassen-Sommerlauf im Bentlager Wald wurde von der LG Rheine-Elte wieder hervorragend organisiert. Der Zieleinlauf war auf dem Hauptfeld des Eintracht-Stadions vor der Haupttribüne. Von dort konnte man sehr gut die Zieleinläufe der Bambini-, Schüler- und Erwachsenenläufe verfolgen.
Die nächsten Herausforderungen in der näheren Umgebung sind der Steinfurter Altstadt-Abendlauf am 11. Juni, der Roruper Abendlauf am 8. Juli, der Speller Sparkassen-Sommernachtslauf am 12. August, der Ibbenbürener Aaseelauf am 20. August und der Raffinerielauf in Salzbergen am 27. August.
Für einige Läufer beginnt jetzt das intensive Training für den Münster-Marathon am 11. September. Bei vier Trainingseinheiten pro Woche liegt das wöchentliche Laufpensum insgesamt oft bei rund 60 Kilometern.
Schnellster Altenrheiner im Feld von 570 Athleten war Hagen Schossig, der mit einer konstant guten Leistung das Ziel nach 10:02:40 Stunden erreichte und in der Altersklasse M 50 Platz 14 belegte. Tobias Schnoor überquerte den Zielstrich nach 10:06:36 Stunden als 15. der Altersklasse M 50. Er wollte die Zeit von 9:46:18 Stunden, die sein Vater Hermann Schnoor bei den 1. Riesenbecker Sixdays im Jahr 1989 gelaufen war, unterbieten. Dies gelang ihm trotz guter Leistung nicht. Sein Vater hatte seinerzeit in der jüngeren Altersklasse M 40 den 7. Platz erreicht.
Melanie Germann lief als schnellste Altenrheiner Läuferin nach 10:47:29 Stunden über den Zielstrich und verteidigte vom ersten Tag an Platz 5 in der Altersklasse W 40. Für Manfred Ricklin waren die Riesenbecker Sixdays eine gute Vorbereitung auf den Triathlon in Roth. Er finishte nach 10:49:07 Stunden und siegte in der Altersklasse M 65. Claudia Stockmann steigerte sich kontinuierlich und erreichte am Ende Platz 2 in der Altersklasse W 50. Sie benötigte insgesamt 11:05:06 Stunden. Reinhild Krey lief innerhalb der sechs Etappen von Platz 11 auf Platz 5 vor und überquerte den Zielstrich überglücklich nach 12:03:57 Stunden.
Bei Michael Heckhuis und Klaus Schmidt entwickelte sich ein vereinsinterner Wettkampf. Auf den ersten beiden Etappen lief Klaus Schmidt einen Vorsprung von 30 Sekunden heraus. Bei der dritten Etappe konterte Michael Heckhuis und führte danach mit 3:10 Minuten. Daraufhin gab Klaus Schmidt auf der vierten und fünften Etappe Gas und holte einen Vorsprung von 3:40 Minuten heraus. Dies ließ Michael Heckhuis nicht unbeantwortet. Auf der Schlussetappe mobilisierte er alle Reserven und holte noch einen Vorsprung von 54 Sekunden heraus. Für ihn wurden 12:41:12, für Klaus Schmidt 12:42:06 Stunden gestoppt.
Bernd Brinkhues war seit 2010 bei allen Riesenbecker Sixdays am Start. Nachdem 2020 die Sixdays coronabedingt ausfielen, ging er 2022 zum sechsten Mal ins Rennen. Als 73-jähriger startete er in der Altersklasse M 70 und lief mit 12:42:46 Stunden eine beachtliche Zeit. Er erreichte damit den dritten Platz seiner Altersklasse.