Die E-Jugend des SC Altenrheine hat beim Hallenturnier in Metelen einen weiteren großen Erfolg gefeiert. Nach dem Sieg bei den Stadtmeisterschaften sicherte sich das Team nun den nächsten Turniersieg – und das in einem spannenden Wettbewerb mit vielen engen Spielen.
Bereits in der Vorrunde zeigte die Mannschaft großen Kampfgeist. Gegen starke Gegner blieb es stets knapp, besonders im Duell mit Heek: Erst in der letzten Minute gelang dem SCA der viel umjubelte Ausgleich. Auch gegen den späteren Gruppensieger Langenhorst-Welbergen hielt Altenrheine lange mit, musste sich am Ende aber knapp geschlagen geben. Zwei Siege und ein Unentschieden reichten für den Einzug ins Halbfinale. Dort wartete mit dem FSV Ochtrup ein Gegner auf Augenhöhe. Chancen gab es hüben wie drüben, doch nach regulärer Spielzeit stand es 0:0. Im Neunmeterschießen bewiesen die Altenrheiner Nervenstärke: Alle fünf Schützen – Julius, Lorenz, Mats, Musti und Fritz – verwandelten sicher und brachten ihr Team ins Finale. Ein langer Abstoß von Torwart Jannis führte zum 1:0, begünstigt durch einen Patzer des gegnerischen Keepers. Laer antwortete mit einer starken Einzelaktion zum 1:1. Doch Altenrheine hatte das letzte Wort: Torschütze war erneut Torhüter Jannis, dessen Schuss nach einer Kopfballabwehr eines Laerer Spielers im Netz landete – 2:1, der umjubelte Endstand. Alle Spieler überzeugten mit Einsatz und Spielfreude. „Die Jungs haben nicht nur gekämpft, sondern auch spielerisch tolle Akzente gesetzt“, lobte das Trainerteam. Mit diesem Erfolg unterstreicht der SC Altenrheine seine starke Hallenform.
BAD BENTHEIM / RHEINE. Während im heimischen Kreis Steinfurt bei den Junioren meist der Fair-Play-Gedanke ohne feste Wertung im Vordergrund steht, hieß es für die F1 des SC Altenrheine am vergangenen Samstag: Jeder Treffer zählt. Beim traditionsreichen F1/F2 Burg- & Mühlenturnier am Samstag den 03.01.2026 in Bad Bentheim lieferten die „Kanalkicker“ eine beeindruckende Performance ab und belohnten sich in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld mit dem dritten Podestplatz.
Ein Auftakt nach Maß
Gespielt wurde in einem rasanten Modus auf kleinen Feldern mit nur drei Feldspielern und einem Torwart – eine Umstellung, die den Jungs vom SCA sichtlich lag. Schon im ersten Spiel gegen die Zweitvertretung des Gastgebers SV Bad Bentheim zeigten sie sich hellwach. Durch Tore von N. Schütte und einen Doppelpack von H. Dallakyan siegte man souverän mit 4:0.
Dieser Schwung wurde direkt in die nächsten Partien mitgenommen. Gegen die Ibbenbürener SpVg (3:1), die Erstvertretung des SV Bad Bentheim (2:0) und den TuS Gildehaus (3:0) ließen die Schützlinge der Trainer Tobias Theismann, Armen Dallakyan und Jörg Stein nichts anbrennen. Besonders treffsicher präsentierten sich hierbei F. Ben Hadj M´hamed, Th. Stein und H. Betz.
Nervenkrimi im Hexenkessel
Die einzige Niederlage des Tages mussten die Altenrheiner ausgerechnet gegen den späteren Turniersieger SC Preußen Lengerich hinnehmen (1:3). Davon ließ sich die Truppe jedoch nicht beirren. Nach einem harten Kampf und einem 1:1-Unentschieden gegen den SV Burgsteinfurt (Tor durch J. Theismann) stand fest: Das „kleine Finale“ um Platz drei war erreicht.
Das Spiel um Platz drei entwickelte sich zu einer echten Zerreißprobe. In der aufgeheizten, lautstarken Atmosphäre der Bentheimer Sporthalle behielten die jungen Kicker jedoch kühlen Kopf. Nachdem in der regulären Spielzeit keine Entscheidung gefallen war, musste das Siebenmeterschießen herhalten. Hier bewies F. Ben Hadj M´hamed eiserne Nerven und versenkte den entscheidenden Ball zum 1:0-Sieg.
Stolze Trainer und ausgelassene Stimmung
„Es war eine tolle Erfahrung für die Jungs, gegen Mannschaften zu spielen, auf die man im regulären Ligabetrieb eher selten trifft“, resümierten die Trainer nach der Siegerehrung. Die Freude über die Platzierung war der Mannschaft auch nach der Siegerehrung sichtlich anzusehen.
Meine Damen und Herren, liebe Freunde des gepflegten Altherren-Zauberfußballs,
ich war dabei. Kopernikushalle, 27.12.2025. Und was soll ich sagen: Der SC Altenrheine hat Dinge getan, die man so eigentlich nur aus Märchen kennt – oder aus sehr ambitionierten WhatsApp-Gruppen.
Spiel 1: SC Altenrheine – Mesum 1:1
von Matthias Betz
Gleich zu Beginn ein historischer Moment. Nach exakt zwei Sekunden trifft Dennis Deblaere. 2 !!! Sekunden! Das ist nicht nur die schnellste Führung des Turniers, sondern laut Dennis Knips auch die erste Altenrheiner Führung seit nahezu zehn Jahren.
Mesum war noch beim Schuhe binden, wir schon am Jubeln.
Danach wurde es spannend. Unser Torwart Pete war... sagen wir mal... präsent. Mehrfach unsicher, aber immer ehrlich bemüht. Kurz vor Schluss dann der Ausgleich. Und danach noch eine Konterchance für uns – die wurde natürlich nicht genutzt. Man will es ja spannend halten. 1:1. Achtbar. Historisch. Fast ein Sieg.
Spiel 2: SC Altenrheine – Hauenhorst 1:3
Schnell 0:2 hinten. Klassischer Altenrheiner Turniermodus: erst mal kurz testen, ob Rückstände wirklich schlimm sind.
Kai Sandmann macht das 1:2, Hoffnung keimt auf... und wird kurz vor Schluss mit einem Lupfer aus ¾ Feldlänge wieder fachgerecht entsorgt. 1:3.
Überschattet wird das Spiel von der schweren Knieverletzung von Dennis Deblaere. An dieser Stelle: Gute Besserung, Dennis! Ganz Altenrheine steht hinter dir – auch wenn wir normalerweise eher vorm Tresen stehen.
Jetzt war klar: Spiel 3 wird ein kleines Finale. Ein Sieg mit drei Toren musste her. Minimum.
Spiel 3: SC Altenrheine – Rodde 7:0
Und dann... ja dann passiert das, womit niemand gerechnet hat – außer vielleicht wir selbst.
7:0.
Ein Feuerwerk. Tore wie am Fließband:
Chris zweimal
André dreimal
Rodde einmal selbst (Danke dafür ❤️)
Und dann... Björn, alias RR, Rabona-Reinhold
Man muss sich das vorstellen:
Altherren-Stadtmeisterschaft.
Kopernikushalle.
Männer, deren Körper morgens länger zum Aufwärmen brauchen als früher ganze Trainingseinheiten.
Björn bekommt den Ball – und entscheidet sich gegen Vernunft, gegen Biomechanik und gegen alles, was Orthopäden empfehlen.
Er zieht eine Rabona.
Nicht im Training.
Nicht im Spaß.
Im Spiel.
Ekstase pur...
Am Ende: Platz 2 in der Gruppe. Halbfinale!
Die Halle plötzlich laut. Die Altenrheiner Fans gefühlt in Überzahl. Wahrscheinlich auch real.
Halbfinale: SC Altenrheine – SF Gellendorf
Jetzt wurde es hitzig. Also richtig.
1:0 André Paschke – natürlich.
Zeitstrafe für Kai Sandmann. Zwei Minuten Unterzahl, Puls bei allen Ü40 irgendwo zwischen 180 und „Ich brauch kurz Sauerstoff".
Der Schiri?
Nun ja... suboptimal.
Sagen wir: Er hatte eine eigene Interpretation des Regelwerks. Eine sehr kreative.
Pete klärt einmal mit dem Kopf. Warum auch nicht. Handschuhe sind ja nur Deko.
1:1 – kurz Zittern.
2:1 Kai Sandmann – Erlösung.
3:1 Chris Naberbäumer – Ekstase.
3:2 – nochmal Herzrasen.
Noch 7 Sekunden.
Ende. Finale.
Finale: SC Altenrheine – Hauenhorst
Finale gegen Hauenhorst. Starke Truppe.
0:1.
Noch 3 Minuten.
0:2.
Wir treffen das Tor nicht mehr. Oder nur noch die Bande. Oder den Torwart. Oder gar nichts.
Endstand: Platz 2.
Fazit eines zufriedenen Turniers
Bester Torschütze: SF Gellendorf.
Bester Spieler des Turniers: André Paschke vom SC Altenrheine.
Wer hat was anderes erwartet? Eben.
Wenn uns vor dem Turnier jemand gesagt hätte: „Ihr werdet Zweiter" – wir hätten sofort unterschrieben. Mit beiden Händen. Und wahrscheinlich noch ein Bier bestellt.
Die Zuschauer waren begeistert. Die Altenrheiner Fans zahlenmäßig überlegen.
Das Bier war kalt. Zwar Warsteiner (normalerweise nur aus den grün-weiß-amisia-rheiner Gefilden bekannt), aber: Man nimmt, was es gibt.
Und es wurde viel genommen.
Ein überragendes Turnier, riesiger Teamgeist, Lust auf mehr.
Und am Ende noch einmal: Gute Besserung, Dennis Deblaere.
Dieser zweite Platz ist auch deiner.
Vielen Dank.
Ich geh dann mal langsam die Knie kühlen.
Im ersten Gruppenspiel ging es im Derby gegen GWA E3. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem 0:2 Rückstand drehten die Kicker vom Kanal auf und erzwangen einen 3:2 Auftaktsieg. Im zweiten Spiel gelang es erneut ein kämpferisches 2:1 gegen den Ausrichter SUS Neuenkirchen 4 herauszuspielen in dem man 30 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer erzielte. Im letzten Gruppenspiel ging es somit um dir Tabellenführung gegen den Nachbar vom FCE E4. Hier reichte ein 1:0 zum Gruppensieg und somit der Einzug in die Große Finalrunde. Hier warteten dann erneut FCE E4 und SUS Neuenkirchen E5 sowie TuS Gildehaus E2.
Gegen den Nachbarn vom FCE gelang schließlich eine Steigerung und man ging mit einem 3:1 als Sieger vom Platz. Im zweiten Spiel der großen Final Runde wartete dann der vermeintlich schwerste Gegner SUS Neuenkirchen E5 auf die Kanalkicker und man wusste das man mit einem Sieg mindestens den 2 Platz sicher hatte. So gingen die Jungs motivie
Am Samstag feierten die D-Juniorinnen mit ihren Trainern und den Eltern ihre Weihnachtsfeier und verabschiedeten sich so in die kurze Weihnachtspause. Am 30. Dezember tritt die Mannschaft mit den von Malermeister David Klassen gesponserten Rucksäcken, die auf der Weihnachtsfeier verteilt wurden, in Ochtrup zur diesjährigen Hallenkreismeisterschaft an. Da drücken wir kräftig die Daumen! Wir wünschen allen besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch!
Passend zum Fest, freuen sich die U15 C-Juniorinnen vom SC Altenrheine über neue Trainingsanzüge und passende Regenjacken.
Auch die beiden Trainer Bastian Sandmann und Holger Honrath sind begeistert und bedanken sich zusammen mit der Mädchenmannschaft bei dem neuen Sponsor Michael Klanke von IT-System e.K. aus Osnabrück.
Die U15 Mädels starten somit motiviert ins neue Jahr und das nächste Hallenturnier am 17. Januar 2026 in Altenberge kann kommen.
Mit dem letzten Training unter freiem Himmel hat unsere E2-Jugend am Freitag ihr Rasenjahr beendet – und das auf eine ganz besondere Art. Trotz eisiger Temperaturen unter null Grad ließen sich die Jungs die Stimmung nicht verderben und wärmten sich nach dem Training bei heißem Kakao, Tee und leckeren Keksen auf. Ein gemütlicher und zugleich feierlicher Abschluss eines intensiven Fußballjahres.
„Wir sind wirklich stolz auf die Jungs", betont das Trainerteam voller Begeisterung. Die Mannschaft stand in dieser Saison vor gleich mehreren Herausforderungen: Die neue Spielform 6+1, eine neu aufgestellte Truppe und eine Findungsrunde mit durchweg starken Gegnern. Doch anstatt sich davon beeindrucken zu lassen, zeigten die Jungs Kampfgeist, Mut und eine tolle Entwicklung. Ein Spiel wurde klar gewonnen – und auch in den übrigen Partien hielt das Team immer wieder beeindruckend gut mit.
Als Anerkennung für diesen Einsatz wartete am nächsten Morgen ein echtes Highlight: ein gemeinsamer Ausflug ins Deutsche Fußballmuseum nach Dortmund. Dort tauchten die Spieler ein in die faszinierende Welt des Fußballs – voller Emotionen, großer Momente und unvergesslicher Legenden.
Ob Thomas Müller, Lothar Matthäus oder historische WM-Spiele: Die Jungs saugten die Eindrücke förmlich auf und ließen sich von der Magie des Fußballs mitreißen. Besonders begehrt: ein Foto mit einem der echten WM-Pokale – ein Moment, den wohl niemand so schnell vergessen wird.
Bevor es zurückging, wurde der Ausflug mit einem fröhlichen Besuch bei McDonald's abgerundet. Gemeinsam essen, lachen, Spaß haben – ein perfekter Abschluss eines rundum gelungenen Tages.
Nun richtet die E2-Jugend den Blick voller Vorfreude nach vorn: Die Hallensaison steht in den Startlöchern! Schon ab nächster Woche startet das Training in der Halle – und die Jungs können es kaum erwarten, weiter Gas zu geben.
von Matthias Betz
10.09.2025, 19:00 Uhr, Gellendorf
Es ist Mittwochabend auf dem Sportplatz in Gellendorf, Flutlicht, leichter Wind – und dieser unverwechselbare Duft nach Bratwurst und frisch aufgeschüttetem Granulat. Schon vor dem Anpfiff ein Detail, das ins Auge springt: Pasi hat tatsächlich das richtige Trikot mitgebracht, und als August auftaucht, hat Gellendorf schon das Wasser gereicht. Die Bühne ist also bereitet für eine Revanche, die SC Altenrheine nicht liegen lässt.
Frühe Dominanz des SCA
Der SC Altenrheine beginnt wach, fokussiert, gallig – und vor allem mit Thorben in Galaform. In der 20. Minute setzt er zu einem Solo an, das so elegant wirkt, als spiele er nicht auf dem Altherrenplatz, sondern in Wembley: zwei schnelle Übersteiger, dann der Abschluss – trocken, flach, 0:1.
Nur sechs Minuten später folgt der nächste Stich. Wieder Thorben, diesmal als Spielmacher: von rechts verlagert er mit Übersicht das Spiel auf Backer. Der nimmt Maß, linker Spann, linkes Eck – 0:2. Ein Treffer, der das Wort „klassisch" verdient.
Die Gellendorfer Defensive schwimmt jetzt, und das nutzt Alex Wenker gnadenlos. In der 29. Minute tankt er sich links durch, bleibt vor dem Keeper eiskalt und schiebt cool zum 0:3 ein. Binnen zehn Minuten ist das Spiel auf den Kopf gestellt.
Doch Gellendorf wehrt sich: In Minute 31 nutzt das Heimteam einen seltenen Ausrutscher der SCA-Abwehr. Rudi lässt sich aus der Viererkette locken, rutscht auf dem Geläuf weg, und plötzlich läuft Gellendorf in Überzahl auf Kollis Tor zu. Sauber ausgespielt – 1:3. Halbzeit. Durchatmen.
Nach der Pause: Altenrheine legt nach
Fünfzigste Minute. Es ist dieser Moment, für den Altherrenspiele berühmt sind: Tege nimmt den Ball halblinks, läuft ein paar Meter und zimmert ihn wie ein Komet oben rechts in den Giebel – unhaltbar, ein Tor des Monats im Kleinformat. 1:4.
Zuvor hatte Pete noch die große Chance, alles klarzumachen. Er tanzt den Keeper aus, steht fünf Meter vorm leeren Tor und will cool einschieben – doch der Ball streicht hauchdünn vorbei. Es ist nicht Petes Abend.
Nur fünf Minuten später folgt der nächste Dämpfer für Gellendorf. Thorben setzt sich wieder einmal stark halbrechts durch, schließt ab, der Ball springt vom linken Pfosten vor Adrians Füße – einschieben, fertig, 1:5. Pete hat danach erneut eine gute Möglichkeit, diesmal streift der Ball den Pfosten.
In der 59. Minute keimt noch einmal Hoffnung für Gellendorf auf. Nach einer missglückten eigenen Ecke des SCA landet der Ball bei Andreas, der unglücklich steht und die Situation plötzlich gefährlich macht. Statt Konter gibt's Ecke für Gellendorf – und die wird sehenswert per Seitfallzieher verwertet. 2:5. Es sind Kollis erste beiden Gegentore in zwei Spielen – statistisch fast eine Randnotiz, aber sie geben der Partie eine Note Dramatik.
Fazit
Der SC Altenrheine feiert am Ende einen klaren 5:2-Auswärtssieg und damit die ersehnte Revanche. Thorben als Taktgeber, Backer und Wenker als Vollstrecker – dazu ein Traumtor von Tege und der richtige Riecher von Adrian. Gellendorf kämpft tapfer, nutzt Fehler eiskalt, doch am Ende fehlt die Durchschlagskraft.
Die Sprüche vom Spielfeldrand, normalerweise eine eigene Kategorie im SCA-Fanarchiv, bleiben diesmal wegen der Abwesenheit von „Karla Kolumna" unverschriftlicht. Ein kleiner Wermutstropfen für die Chronisten – aber vielleicht auch ein Geheimnis, das diesen Abend noch ein bisschen größer wirken lässt.
Ü32 des SC Altenrheine stolpert, Gellendorf trifft – und August kriegt endlich Wasser
von Matthias Betz
Es war 19:04 Uhr, als der Schiedsrichter die Pfeife hob und das Spiel bei leichtem Wind, aber immerhin trockenem Septemberabend anpfiff. Ein Abend, an dem Altenrheine ersatzgeschwächt antrat – gegen eine auf dem Papier stärkere und jüngere Gellendorfer Mannschaft. Und auf dem Papier gewinnt man ja gerne Spiele. Blöd nur, dass man auf dem Rasen spielen muss. Noch blöder: Die treuen Fans der SCA-Altherren sowie der Bierwart glänzten durch Abwesenheit. Ein Skandal, der später noch schwer wiegen sollte.
Minute 7: Erste Chance für Gellendorf, der Ball streicht knapp übers Lattenkreuz. Altenrheine atmet kollektiv aus, während die verbliebenen SCA Anhänger leise überlegen, ob es heute vielleicht doch Bier gibt.
Minute 9: Reporter Matthias Betz, heute von der Ersatzbank des SCA liebevoll Karla Kolumna genannt, bekommt endlich weitere Gesellschaft. Der nächste SCA-Anhänger, August Knips, findet den Weg auf die Zuschauerplätze. Damit ist die Auswärtskurve jetzt offiziell zu dritt. Axel Rietmann ist auch dabei.
Das Spiel bis dahin? Körperbetont. Sehr sogar. Gerrit Warburg grätscht wie einst Harald Konopka – also mit Ansage und ohne Rückfahrkarte – und klärt immerhin zum Einwurf. Stimmung am Spielfeldrand? Verhaltener als eine Steuerprüfung.
Minute 20: Plötzlich Großchance für Altenrheine. Sven Sandmann flankt, Henne Bäthker steht goldrichtig – aber leider auf dem falschen Fuß. Zwei Dezimeter vor dem Tor bleibt der Ball liegen, als hätte er noch was vor. Man sehnt sich nach Roland und Kidde, die sonst wenigstens das kommentieren würden.
Am Rand diskutiert man nun statt über Fußball lieber über die Gründung eines SCA-Fernsehkanals. Live-Übertragungen der Altherren. Warum auch nicht? Wenn es für Dart funktioniert, dann auch für Männer mit Bauchansatz und Oberschenkelkrämpfen.
Minute 30: Angriff Altenrheine über Warburg, Pass auf Bäthker, Abseits. Im Gegenzug zirkelt die Gellendorfer Nummer 7 den Ball übers Tor. Knips schätzt drei Meter – und liegt vermutlich daneben, aber das ist egal.
Dann der Auftritt des Tages vom Schiedsrichters: SCA-Keeper Paschke nimmt den Ball auf, der Schiri zählt runter. Von acht. Pfiff. Ecke Gellendorf. Die sagenhafte 8-Sekunden-Regel. Offensichtlich auch in der Ü32 gültig. Fehlt nur noch, dass der Kölner Keller jetzt auch noch aus irgendeinem Elteraner Partykeller zugeschaltet wird.
Minute 34: Zack. 1:0 für Gellendorf. Schuss ins linke Eck, Paschke sieht nichts, weil jemand im Weg steht.
Minute 35: Freistoß für den SCA. Dennis Tegeder hämmert aus 25 Metern – leider übers Tor. Halbzeit.
Es gibt übrigens kein Wasser für die Gäste. Skandal. Dafür geht das Flutlicht an – Strom ist offenbar günstiger als Getränke. August Knips ist empört und redet sich auch nach 5 Minuten immer noch in Rage.
Minute 44: Gellendorf erhöht auf 2:0.
Minute 46: Dann das Drama. Gellendorfs Keeper mäht Henne Bäthker um. Der humpelt direkt in die Kabine. Elfmeter SCA. Thomas Schütte schießt. Hoch. Sehr hoch. So hoch, dass der Ballfangzaun jetzt Höhenangst hat. Nach dem Spiel sagt Schütte: „Eigentlich wollte ich ihn in die Ecke schieben." – Gelächter. Großartig.
Minute 52: Altenrheine versucht's weiter, Warburg lupft, Keeper Gellendorf hält. Dann taucht auch Pascal Hartmann auf dem Spielfeld auf – im Trikot vom SC Hörstel. Zuhause falsch in die Wäschetonne gegriffen, richtige Farbe. Man nimmt, was man kriegt.
August Knips erspäht endlich den Gellendorfer Wasserträger – und siehe da: auch die Altenrheiner dürfen. Frieden am Spielfeldrand.
Minute 56: Gellendorf macht das 3:0. Halbrechts, flach, links unten rein. Verdammt.
Altmeister Rüdiger Schuma hält trotzdem tapfer dagegen, wie ein Mann, der eigentlich längst bei „Wer wird Millionär" sitzen könnte.
Minute 62: 4:0. Altenrheine merkt spätestens jetzt, dass es ein langer Abend wird.
Minute 70: Abpfiff. Ende einer ruppigen Partie, bei der Gellendorf offenbar noch die 0:8-Klatsche aus dem Sportpark im Kopf hatte. Altenrheine verabschiedet sich mit drei Verletzten. Ergebnis? In Ordnung. Höhe? Zwei Tore zu viel.
Fazit: Kein Bier, kaum Fans, drei Verletzte. Altenrheine hat schon bessere Abende erlebt. Und dennoch: Kopf hoch – heute, 04.09.2025, spielt die Erste im Westfalenpokal gegen Regionalligist SF Lotte. Sportpark Altenrheine. Hingehen, Bier trinken, schreien.
Gute Nacht.