Im ersten Gruppenspiel ging es im Derby gegen GWA E3. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem 0:2 Rückstand drehten die Kicker vom Kanal auf und erzwangen einen 3:2 Auftaktsieg. Im zweiten Spiel gelang es erneut ein kämpferisches 2:1 gegen den Ausrichter SUS Neuenkirchen 4 herauszuspielen in dem man 30 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer erzielte. Im letzten Gruppenspiel ging es somit um dir Tabellenführung gegen den Nachbar vom FCE E4. Hier reichte ein 1:0 zum Gruppensieg und somit der Einzug in die Große Finalrunde. Hier warteten dann erneut FCE E4 und SUS Neuenkirchen E5 sowie TuS Gildehaus E2.
Gegen den Nachbarn vom FCE gelang schließlich eine Steigerung und man ging mit einem 3:1 als Sieger vom Platz. Im zweiten Spiel der großen Final Runde wartete dann der vermeintlich schwerste Gegner SUS Neuenkirchen E5 auf die Kanalkicker und man wusste das man mit einem Sieg mindestens den 2 Platz sicher hatte. So gingen die Jungs motivie
Am Samstag feierten die D-Juniorinnen mit ihren Trainern und den Eltern ihre Weihnachtsfeier und verabschiedeten sich so in die kurze Weihnachtspause. Am 30. Dezember tritt die Mannschaft mit den von Malermeister David Klassen gesponserten Rucksäcken, die auf der Weihnachtsfeier verteilt wurden, in Ochtrup zur diesjährigen Hallenkreismeisterschaft an. Da drücken wir kräftig die Daumen! Wir wünschen allen besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch!
Passend zum Fest, freuen sich die U15 C-Juniorinnen vom SC Altenrheine über neue Trainingsanzüge und passende Regenjacken.
Auch die beiden Trainer Bastian Sandmann und Holger Honrath sind begeistert und bedanken sich zusammen mit der Mädchenmannschaft bei dem neuen Sponsor Michael Klanke von IT-System e.K. aus Osnabrück.
Die U15 Mädels starten somit motiviert ins neue Jahr und das nächste Hallenturnier am 17. Januar 2026 in Altenberge kann kommen.
Mit dem letzten Training unter freiem Himmel hat unsere E2-Jugend am Freitag ihr Rasenjahr beendet – und das auf eine ganz besondere Art. Trotz eisiger Temperaturen unter null Grad ließen sich die Jungs die Stimmung nicht verderben und wärmten sich nach dem Training bei heißem Kakao, Tee und leckeren Keksen auf. Ein gemütlicher und zugleich feierlicher Abschluss eines intensiven Fußballjahres.
„Wir sind wirklich stolz auf die Jungs", betont das Trainerteam voller Begeisterung. Die Mannschaft stand in dieser Saison vor gleich mehreren Herausforderungen: Die neue Spielform 6+1, eine neu aufgestellte Truppe und eine Findungsrunde mit durchweg starken Gegnern. Doch anstatt sich davon beeindrucken zu lassen, zeigten die Jungs Kampfgeist, Mut und eine tolle Entwicklung. Ein Spiel wurde klar gewonnen – und auch in den übrigen Partien hielt das Team immer wieder beeindruckend gut mit.
Als Anerkennung für diesen Einsatz wartete am nächsten Morgen ein echtes Highlight: ein gemeinsamer Ausflug ins Deutsche Fußballmuseum nach Dortmund. Dort tauchten die Spieler ein in die faszinierende Welt des Fußballs – voller Emotionen, großer Momente und unvergesslicher Legenden.
Ob Thomas Müller, Lothar Matthäus oder historische WM-Spiele: Die Jungs saugten die Eindrücke förmlich auf und ließen sich von der Magie des Fußballs mitreißen. Besonders begehrt: ein Foto mit einem der echten WM-Pokale – ein Moment, den wohl niemand so schnell vergessen wird.
Bevor es zurückging, wurde der Ausflug mit einem fröhlichen Besuch bei McDonald's abgerundet. Gemeinsam essen, lachen, Spaß haben – ein perfekter Abschluss eines rundum gelungenen Tages.
Nun richtet die E2-Jugend den Blick voller Vorfreude nach vorn: Die Hallensaison steht in den Startlöchern! Schon ab nächster Woche startet das Training in der Halle – und die Jungs können es kaum erwarten, weiter Gas zu geben.
von Matthias Betz
10.09.2025, 19:00 Uhr, Gellendorf
Es ist Mittwochabend auf dem Sportplatz in Gellendorf, Flutlicht, leichter Wind – und dieser unverwechselbare Duft nach Bratwurst und frisch aufgeschüttetem Granulat. Schon vor dem Anpfiff ein Detail, das ins Auge springt: Pasi hat tatsächlich das richtige Trikot mitgebracht, und als August auftaucht, hat Gellendorf schon das Wasser gereicht. Die Bühne ist also bereitet für eine Revanche, die SC Altenrheine nicht liegen lässt.
Frühe Dominanz des SCA
Der SC Altenrheine beginnt wach, fokussiert, gallig – und vor allem mit Thorben in Galaform. In der 20. Minute setzt er zu einem Solo an, das so elegant wirkt, als spiele er nicht auf dem Altherrenplatz, sondern in Wembley: zwei schnelle Übersteiger, dann der Abschluss – trocken, flach, 0:1.
Nur sechs Minuten später folgt der nächste Stich. Wieder Thorben, diesmal als Spielmacher: von rechts verlagert er mit Übersicht das Spiel auf Backer. Der nimmt Maß, linker Spann, linkes Eck – 0:2. Ein Treffer, der das Wort „klassisch" verdient.
Die Gellendorfer Defensive schwimmt jetzt, und das nutzt Alex Wenker gnadenlos. In der 29. Minute tankt er sich links durch, bleibt vor dem Keeper eiskalt und schiebt cool zum 0:3 ein. Binnen zehn Minuten ist das Spiel auf den Kopf gestellt.
Doch Gellendorf wehrt sich: In Minute 31 nutzt das Heimteam einen seltenen Ausrutscher der SCA-Abwehr. Rudi lässt sich aus der Viererkette locken, rutscht auf dem Geläuf weg, und plötzlich läuft Gellendorf in Überzahl auf Kollis Tor zu. Sauber ausgespielt – 1:3. Halbzeit. Durchatmen.
Nach der Pause: Altenrheine legt nach
Fünfzigste Minute. Es ist dieser Moment, für den Altherrenspiele berühmt sind: Tege nimmt den Ball halblinks, läuft ein paar Meter und zimmert ihn wie ein Komet oben rechts in den Giebel – unhaltbar, ein Tor des Monats im Kleinformat. 1:4.
Zuvor hatte Pete noch die große Chance, alles klarzumachen. Er tanzt den Keeper aus, steht fünf Meter vorm leeren Tor und will cool einschieben – doch der Ball streicht hauchdünn vorbei. Es ist nicht Petes Abend.
Nur fünf Minuten später folgt der nächste Dämpfer für Gellendorf. Thorben setzt sich wieder einmal stark halbrechts durch, schließt ab, der Ball springt vom linken Pfosten vor Adrians Füße – einschieben, fertig, 1:5. Pete hat danach erneut eine gute Möglichkeit, diesmal streift der Ball den Pfosten.
In der 59. Minute keimt noch einmal Hoffnung für Gellendorf auf. Nach einer missglückten eigenen Ecke des SCA landet der Ball bei Andreas, der unglücklich steht und die Situation plötzlich gefährlich macht. Statt Konter gibt's Ecke für Gellendorf – und die wird sehenswert per Seitfallzieher verwertet. 2:5. Es sind Kollis erste beiden Gegentore in zwei Spielen – statistisch fast eine Randnotiz, aber sie geben der Partie eine Note Dramatik.
Fazit
Der SC Altenrheine feiert am Ende einen klaren 5:2-Auswärtssieg und damit die ersehnte Revanche. Thorben als Taktgeber, Backer und Wenker als Vollstrecker – dazu ein Traumtor von Tege und der richtige Riecher von Adrian. Gellendorf kämpft tapfer, nutzt Fehler eiskalt, doch am Ende fehlt die Durchschlagskraft.
Die Sprüche vom Spielfeldrand, normalerweise eine eigene Kategorie im SCA-Fanarchiv, bleiben diesmal wegen der Abwesenheit von „Karla Kolumna" unverschriftlicht. Ein kleiner Wermutstropfen für die Chronisten – aber vielleicht auch ein Geheimnis, das diesen Abend noch ein bisschen größer wirken lässt.
Ü32 des SC Altenrheine stolpert, Gellendorf trifft – und August kriegt endlich Wasser
von Matthias Betz
Es war 19:04 Uhr, als der Schiedsrichter die Pfeife hob und das Spiel bei leichtem Wind, aber immerhin trockenem Septemberabend anpfiff. Ein Abend, an dem Altenrheine ersatzgeschwächt antrat – gegen eine auf dem Papier stärkere und jüngere Gellendorfer Mannschaft. Und auf dem Papier gewinnt man ja gerne Spiele. Blöd nur, dass man auf dem Rasen spielen muss. Noch blöder: Die treuen Fans der SCA-Altherren sowie der Bierwart glänzten durch Abwesenheit. Ein Skandal, der später noch schwer wiegen sollte.
Minute 7: Erste Chance für Gellendorf, der Ball streicht knapp übers Lattenkreuz. Altenrheine atmet kollektiv aus, während die verbliebenen SCA Anhänger leise überlegen, ob es heute vielleicht doch Bier gibt.
Minute 9: Reporter Matthias Betz, heute von der Ersatzbank des SCA liebevoll Karla Kolumna genannt, bekommt endlich weitere Gesellschaft. Der nächste SCA-Anhänger, August Knips, findet den Weg auf die Zuschauerplätze. Damit ist die Auswärtskurve jetzt offiziell zu dritt. Axel Rietmann ist auch dabei.
Das Spiel bis dahin? Körperbetont. Sehr sogar. Gerrit Warburg grätscht wie einst Harald Konopka – also mit Ansage und ohne Rückfahrkarte – und klärt immerhin zum Einwurf. Stimmung am Spielfeldrand? Verhaltener als eine Steuerprüfung.
Minute 20: Plötzlich Großchance für Altenrheine. Sven Sandmann flankt, Henne Bäthker steht goldrichtig – aber leider auf dem falschen Fuß. Zwei Dezimeter vor dem Tor bleibt der Ball liegen, als hätte er noch was vor. Man sehnt sich nach Roland und Kidde, die sonst wenigstens das kommentieren würden.
Am Rand diskutiert man nun statt über Fußball lieber über die Gründung eines SCA-Fernsehkanals. Live-Übertragungen der Altherren. Warum auch nicht? Wenn es für Dart funktioniert, dann auch für Männer mit Bauchansatz und Oberschenkelkrämpfen.
Minute 30: Angriff Altenrheine über Warburg, Pass auf Bäthker, Abseits. Im Gegenzug zirkelt die Gellendorfer Nummer 7 den Ball übers Tor. Knips schätzt drei Meter – und liegt vermutlich daneben, aber das ist egal.
Dann der Auftritt des Tages vom Schiedsrichters: SCA-Keeper Paschke nimmt den Ball auf, der Schiri zählt runter. Von acht. Pfiff. Ecke Gellendorf. Die sagenhafte 8-Sekunden-Regel. Offensichtlich auch in der Ü32 gültig. Fehlt nur noch, dass der Kölner Keller jetzt auch noch aus irgendeinem Elteraner Partykeller zugeschaltet wird.
Minute 34: Zack. 1:0 für Gellendorf. Schuss ins linke Eck, Paschke sieht nichts, weil jemand im Weg steht.
Minute 35: Freistoß für den SCA. Dennis Tegeder hämmert aus 25 Metern – leider übers Tor. Halbzeit.
Es gibt übrigens kein Wasser für die Gäste. Skandal. Dafür geht das Flutlicht an – Strom ist offenbar günstiger als Getränke. August Knips ist empört und redet sich auch nach 5 Minuten immer noch in Rage.
Minute 44: Gellendorf erhöht auf 2:0.
Minute 46: Dann das Drama. Gellendorfs Keeper mäht Henne Bäthker um. Der humpelt direkt in die Kabine. Elfmeter SCA. Thomas Schütte schießt. Hoch. Sehr hoch. So hoch, dass der Ballfangzaun jetzt Höhenangst hat. Nach dem Spiel sagt Schütte: „Eigentlich wollte ich ihn in die Ecke schieben." – Gelächter. Großartig.
Minute 52: Altenrheine versucht's weiter, Warburg lupft, Keeper Gellendorf hält. Dann taucht auch Pascal Hartmann auf dem Spielfeld auf – im Trikot vom SC Hörstel. Zuhause falsch in die Wäschetonne gegriffen, richtige Farbe. Man nimmt, was man kriegt.
August Knips erspäht endlich den Gellendorfer Wasserträger – und siehe da: auch die Altenrheiner dürfen. Frieden am Spielfeldrand.
Minute 56: Gellendorf macht das 3:0. Halbrechts, flach, links unten rein. Verdammt.
Altmeister Rüdiger Schuma hält trotzdem tapfer dagegen, wie ein Mann, der eigentlich längst bei „Wer wird Millionär" sitzen könnte.
Minute 62: 4:0. Altenrheine merkt spätestens jetzt, dass es ein langer Abend wird.
Minute 70: Abpfiff. Ende einer ruppigen Partie, bei der Gellendorf offenbar noch die 0:8-Klatsche aus dem Sportpark im Kopf hatte. Altenrheine verabschiedet sich mit drei Verletzten. Ergebnis? In Ordnung. Höhe? Zwei Tore zu viel.
Fazit: Kein Bier, kaum Fans, drei Verletzte. Altenrheine hat schon bessere Abende erlebt. Und dennoch: Kopf hoch – heute, 04.09.2025, spielt die Erste im Westfalenpokal gegen Regionalligist SF Lotte. Sportpark Altenrheine. Hingehen, Bier trinken, schreien.
Gute Nacht.
Große Freude beim SC Altenrheine: Alle sieben Teilnehmer des Vereins haben den diesjährigen Trainerlehrgang zur C-Lizenz erfolgreich abgeschlossen. Der Lehrgang, der vom 12. März bis zum 21. Mai 2025 stattfand, umfasste sowohl intensive Präsenzphasen als auch flexible Lerneinheiten – und endete mit einer erfolgreichen Prüfung am 21. Mai.
Intensive Ausbildungsphase
Ein Höhepunkt der Ausbildung war der viertägige Präsenzblock vom 14. bis 17. April 2025, in dem die angehenden Trainer*innen gemeinsam in Theorie und Praxis arbeiteten. Im Anschluss folgten mehrere Einzeltage, an denen die Inhalte vertieft und in praktischen Übungen umgesetzt wurden.
Ziele der C-Lizenzausbildung
Die C-Lizenz ist der erste offizielle Schritt in der Trainerlaufbahn und vermittelt ein breites Fundament an Kompetenzen. Die Ausbildung bereitet Trainer*innen darauf vor,
• Spaß an Bewegung und Fußball zu fördern,
• fußballerische Leistung und Persönlichkeit der Spieler*innen zu entwickeln,
• spielorientiert und motivierend zu trainieren,
• Lernen durch gesteuerte Spielformen zu ermöglichen,
• Freude an individuellen und mannschaftlichen Fortschritten zu vermitteln,
• ein positives Mannschaftsklima zu schaffen und Teamprozesse zu fördern,
• Konflikte konstruktiv zu lösen,
• Spieler*innen aktiv einzubinden und Mitbestimmung zu ermöglichen.
Breites Themenspektrum
Neben der sportlichen Praxis standen auch organisatorische und pädagogische Inhalte im Mittelpunkt:
• Struktur der Landesverbände und deren Nutzen für die Vereinsarbeit
• Teamentwicklung und Rollenverteilung
• Altersgerechtes Coaching im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbereich
• Kommunikation – persönlich und digital – als Führungsinstrument
• Verantwortung im Traineralltag: Aufsichtspflicht, Jugendschutz, Datenschutz, Gesundheit, gesellschaftliche Verantwortung
• Trainer*in als Vorbild und Führungspersönlichkeit
• Konfliktmanagement und Delegation von Aufgaben
• System Fußball: Einfluss des sozialen Umfelds auf die Spielerentwicklung
• Elternarbeit und konstruktive Elternkommunikation im Nachwuchsbereich
Bedeutung für den Verein
Mit den sieben frisch lizenzierten Trainern stärkt der SC Altenrheine seine Nachwuchs- und Vereinsarbeit nachhaltig. „Gut ausgebildete Trainer sind das Fundament für sportlichen Erfolg und eine positive Vereinsentwicklung“, betonte Thomas Kray. „Wir sind stolz auf das Engagement unserer Teilnehmer und freuen uns auf die Impulse, die sie nun in ihre Teams einbringen werden.“
Rheine/Osnabrück – Für die D1-Jugend des SC Altenrheine stand am Samstag, 16. August 2025, ein besonderes Erlebnis auf dem Programm: Ein Testspiel beim Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des VfL Osnabrück. Schon die Anreise auf das beeindruckende Gelände des VfL war für die jungen Kicker des SCA eine Erfahrung, die sie so schnell nicht vergessen werden. Auf dem Platz wartete dann allerdings ein echter Härtetest – schließlich ging es gegen die hochkarätig ausgebildete U11 des Traditionsvereins.
Das Spiel war bewusst in verschiedene Spielformen aufgeteilt. Zunächst standen sich die Teams auf zwei Feldern in vier Runden à acht Minuten im 3-gegen-3 plus Torhüter gegenüber. Hier zeigte sich früh der Qualitätsunterschied: Der VfL-Nachwuchs agierte technisch versierter, war schneller im Kopf und am Ball. Altenrheine tat sich schwer, kam kaum zu Entlastung und musste einige Gegentreffer hinnehmen.
Doch die Moral des SCA war ungebrochen. Im Anschluss wechselte man ins größere Format: zwei Halbzeiten über 15 Minuten im 5-gegen-5 plus Torhüter. Altenrheine lief hier jedoch in einem abgesprochenen 6+1 auf – und zeigte prompt ein anderes Gesicht. Plötzlich hielt die junge Mannschaft nicht nur dagegen, sondern suchte selbst mutig den Weg nach vorne. Mit großem Kampfgeist, disziplinierter Defensivarbeit und einer starken Portion Teamgeist gelang es, den Favoriten immer wieder zu fordern.
Am Ende stand ein leistungsstarkes 4:4-Unentschieden auf der Anzeigetafel – auch wenn Altenrheine dabei in Überzahl agierte. Für die Kinder des SCA war das Ergebnis dennoch ein kleines Ausrufezeichen. „Man hat gemerkt, dass wir uns steigern können, wenn wir den Kampf annehmen und als Mannschaft auftreten", sagte ein sichtlich zufriedener Trainer nach dem Abpfiff.
Trotz der Unterschiede in Technik, Geschwindigkeit und taktischer Disziplin war die Partie für die Altenrheiner alles andere als ein Lehrstück in Sachen Demut. Im Gegenteil: Die Spieler zeigten, dass man auch gegen eine Nachwuchsauswahl eines Leistungszentrums bestehen kann, wenn man über Einsatz, Leidenschaft und Zusammenhalt kommt.
Auch das Erlebnis abseits des Rasens war für die Gäste aus Rheine etwas Besonderes. „Schon die Bedingungen hier sind beeindruckend – von den Plätzen bis zur ganzen Infrastruktur. Das ist für unsere Jungs natürlich etwas anderes als am heimischen Schürweg.
Am Ende überwog die Freude über einen gelungenen Nachmittag, der sportlich wie menschlich wertvolle Erfahrungen brachte. Der SC Altenrheine bedankte sich beim VfL Osnabrück für die Einladung und wünschte dem Nachwuchs des VfL viel Erfolg für die kommende Saison. „Wir würden jederzeit wiederkommen – und vielleicht sehen wir den VfL ja auch mal bei uns in Rheine", so der Wunsch der SCA-Trainers.
Fazit:
Die Altenrheiner Nachwuchskicker zeigten in Osnabrück, dass sie bereit sind, sich auch starken Gegnern zu stellen – und dass Fußball nicht nur von Talent, sondern ebenso von Leidenschaft, Einsatzbereitschaft und Teamgeist lebt.
von Matthias Betz
Mittwochabend, 09.07.2025. 19:01 Uhr, der Anstoß auf Platz 3 in Altenrheine verzögert sich um exakt eine Minute – nicht aus organisatorischen Gründen, sondern weil das Spiel einfach Bock hatte, pünktlich zu sein, aber eben nicht zu sehr. Die Sonne steht tief, der Rasen ist in Topform, und das Publikum zwischen Campingstuhl, Bierbank und Grillgeruch reibt sich die Hände. Was dann folgt, ist eine Mischung aus sportlicher Machtdemonstration, Slapstick und gelegentlicher Dorftheater-Komödie.
Die ersten Minuten gestalten sich unspektakulär. Der SC Altenrheine zelebriert ein wenig TikiTaka im eigenen Strafraum – gefährlich schön oder einfach nur schön gefährlich, das bleibt Interpretationssache. Große Chancen gibt's zunächst keine, außer der für den Ex-Gellendorfer Chris Naberbäumer, der sich an der eigenen Strafraumgrenze tunneln lässt. Der Zuschauer sagt: „Autsch." Der Trainer sagt: „Weiter!"
In der 5. Minute dann der erste Hochkaräter: Kai Sandmann steht plötzlich ganz alleine vorm gegnerischen Torwart, nur er, der Ball, das Tor – und seine Nerven. Und die versagen. Nicht schlimm, denn bei der anschließenden Ecke stürmen elf Mann in den Strafraum, ein Bild wie bei der F-Jugend, wenn alle gleichzeitig auf den Ball losgehen. Ecke Nummer zwei bringt dann Klarheit: Felix Spielmann schraubt sich hoch und nickt das Leder per Kopf wuchtig ins Netz. 1:0. Kein Zweifel, dass das verdient war.
Während die Zuschauer noch darüber diskutieren, ob Kiddes O-Beine tatsächlich groß genug sind, um ein ganzes Schwein hindurchzuschieben – laut Axel sogar hochkant – geht das Spiel munter weiter. In Minute 13 schüttelt sich Naberbäumer kurz das Tunneltrauma ab, geht rechts durch wie ein Taschenmesser durch Butter und legt klug auf Adrian Turat ab. Der bleibt cool, zirkelt das Ding ins lange Eck. 2:0. Die Gellendorfer wirken da schon wie ein Hobby-Chor beim Auswärtsspiel – guter Wille, aber keine Struktur.
Wenig später segelt der Gellendorfer Torwart artistisch unter einem hohen Ball hindurch. Kipker zieht ab, ein Abwehrspieler rettet auf der Linie – mit der Hand. Schiedsrichter August Knips zückt den Finger und zeigt auf den Punkt. Elfmeter. Pete Wipperfürth tritt an und verschießt so kläglich, dass der Ball vermutlich die nächstgelegende Eckfahne touchiert hat. Pete versucht, sich unsichtbar zu machen, die Zuschauer diskutieren noch zehn Minuten später über diesen tragischen Aussetzer.
Doch Altenrheine lässt sich nicht beirren. In der 21. Minute scheitert Turat zunächst noch mit einem Schuss ans Lattenkreuz, Sekunden später macht er's besser – 3:0. Völlig verdient. Gellendorf spielt derweil weiterhin nur Anstoß. Mittlerweile zum vierten Mal. Ein Schüsschen auf das Tor von Tobi Reekers sorgt für verhaltenen Applaus bei den Altenrheiner Kindern auf dem Klettergerüst. In der 25. Minute bekommt Gellendorf dann endlich mal eine gefährliche Freistoßposition – das war's aber auch schon.
Wenig später ist es Kai Sandmann, der in der 28. Minute einen Freistoß um die Mauer ins Torwarteck zirkelt – 4:0. Der Torwart bleibt regungslos stehen, vielleicht aus Trotz, vielleicht aus Erschöpfung. Zwei Minuten später stochert Kai Sandmann nach diversen Abprallern das 5:0 über die Linie. Der Gellendorfer Schlussmann hat sichtlich genug, lässt sich auswechseln. Man sieht es ihm an: Die Lust ist dahin, der Wille gebrochen.
Nach einem klaren Foul an einen Altenrheiner Stürmer, das Schiedsrichter Knips entweder übersehen oder mit der Vorteilsregel überspielt hat, staubt Henne Bäthker zum 6:0 ab. Danach ist Halbzeit. Durchatmen. Nicht nur bei Gellendorf, sondern auch bei den Zuschauern. Bier wird nachgeholt, Kidde fordert per Zuruf erneut ein Golf-Caddy für den Getränketransport. Der Weg ist weit, die Sonne steht tief, und irgendwo spielt im Hintergrund jemand mit einer Bluetooth-Box „Tage wie diese".
Die zweite Hälfte beginnt mit einem Déjà-vu: Naberbäumer wird erneut getunnelt. Es ist fast schon tragisch, wenn es nicht so lustig wäre. In der 46. Minute erhöht Henne Bäthker auf 7:0 – ein Schuss, ein Treffer, keine Gegenwehr. Gellendorf scheint nur noch körperlich anwesend zu sein, geistig sind viele wahrscheinlich schon beim Feierabendbier. Dann – Überraschung – der erste Torschuss von Gellendorf in Minute 48. Der Ball landet nicht im Netz, sondern ganz oben am Ballfangzaun. Zwei Minuten später wieder. Der Zaun hält, das Ergebnis auch.
Was folgt, ist ein kollektives Einschlafen. Das Spiel verliert an Tempo, an Spannung, an allem, was man sonst gerne auf Plakate druckt. Altenrheine hat keinen Bedarf mehr, Gellendorf keinen Plan. Die Zuschauer wenden sich langsam dem Trainingsspiel der dritten Mannschaft zu, das plötzlich interessanter wirkt als das eigentliche Spiel. Trainer Sascha Bernsmeier freut sich derweil über das Ergebnis. In seiner letzten Amtszeit war er eher Prügelknabe, das Ergebnis meist andersrum wie heute.
Schiedsrichter Knips hat schließlich ein Einsehen – nach 70 Minuten ist Schluss. Gellendorf wird erlöst, Altenrheine geht mit breiter Brust vom Platz. Ein Spiel, das in der ersten Halbzeit unterhaltsam, in der zweiten eher wie ein gemütlicher Radausflug wirkte. Verdient war's allemal. Und man muss sagen: Wenn ein Tunnel schöner aussieht als ein Tor, dann ist es eben doch kein normales Fußballspiel.