Die Tennis-Herren 40 vom SC Altenrheine sorgen weiterhin im WTV-Pokal für Furore. Am vergangenen Donnerstag machten sie sich in der Besetzung Schmidt, Theismann, Hoffmann und Vernold auf den Weg zum ASV Hamm.
Strömender Regen, volle Straßen und die weite Anreise machten nicht viel Hoffnung auf einen spektakulären Tennisabend. Kurz nach 18 Uhr konnte es dann aber doch in Hamm losgehen und die ersten Filzbälle hinterließen Spuren auf dem weichen Geläuf. Sowohl Schmidt und Theismann in den Einzeln, als auch Hoffmann/Vernold im Doppel bekamen es auf dem Papier mit höher eingestuften Spielern zu tun. Schmidt gewann mit 6:1, 3:6, 10:4 knapp im Matchtiebreak. Da kurz zuvor bereits Hoffmann/Vernold ihre Gegner mit 6:3, 2:6, 10:4 im die Knie zwangen, war der Halbfinaleinzug perfekt.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit, als die letzten Würstchen und bereits einige Biere geleert waren, beendete auch Theismann das Treiben auf dem Platz. Nach über 2,5 Stunden Spielzeit musste er sich seinem Kontrahenten mit 7:6, 3:6, 10:12 geschlagen geben. Kurz vor Mitternacht erreichte der Tross wieder die Heimat.
Am kommenden Donnerstag herrscht dann in ganz Altenrheine Pokalfieber. Um 18 Uhr findet das Halbfinale gegen Mastholte statt. Zeitgleich empfangen die Fußballer im Sportpark gegenüber Lotte zum Westfalenpokalspiel.
Es wird empfohlen mit dem Fahrrad anzureisen, damit der Verkehr rund um Rheine nicht zum Erliegen kommt.
Rheine/Osnabrück – Für die D1-Jugend des SC Altenrheine stand am Samstag, 16. August 2025, ein besonderes Erlebnis auf dem Programm: Ein Testspiel beim Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des VfL Osnabrück. Schon die Anreise auf das beeindruckende Gelände des VfL war für die jungen Kicker des SCA eine Erfahrung, die sie so schnell nicht vergessen werden. Auf dem Platz wartete dann allerdings ein echter Härtetest – schließlich ging es gegen die hochkarätig ausgebildete U11 des Traditionsvereins.
Das Spiel war bewusst in verschiedene Spielformen aufgeteilt. Zunächst standen sich die Teams auf zwei Feldern in vier Runden à acht Minuten im 3-gegen-3 plus Torhüter gegenüber. Hier zeigte sich früh der Qualitätsunterschied: Der VfL-Nachwuchs agierte technisch versierter, war schneller im Kopf und am Ball. Altenrheine tat sich schwer, kam kaum zu Entlastung und musste einige Gegentreffer hinnehmen.
Doch die Moral des SCA war ungebrochen. Im Anschluss wechselte man ins größere Format: zwei Halbzeiten über 15 Minuten im 5-gegen-5 plus Torhüter. Altenrheine lief hier jedoch in einem abgesprochenen 6+1 auf – und zeigte prompt ein anderes Gesicht. Plötzlich hielt die junge Mannschaft nicht nur dagegen, sondern suchte selbst mutig den Weg nach vorne. Mit großem Kampfgeist, disziplinierter Defensivarbeit und einer starken Portion Teamgeist gelang es, den Favoriten immer wieder zu fordern.
Am Ende stand ein leistungsstarkes 4:4-Unentschieden auf der Anzeigetafel – auch wenn Altenrheine dabei in Überzahl agierte. Für die Kinder des SCA war das Ergebnis dennoch ein kleines Ausrufezeichen. „Man hat gemerkt, dass wir uns steigern können, wenn wir den Kampf annehmen und als Mannschaft auftreten", sagte ein sichtlich zufriedener Trainer nach dem Abpfiff.
Trotz der Unterschiede in Technik, Geschwindigkeit und taktischer Disziplin war die Partie für die Altenrheiner alles andere als ein Lehrstück in Sachen Demut. Im Gegenteil: Die Spieler zeigten, dass man auch gegen eine Nachwuchsauswahl eines Leistungszentrums bestehen kann, wenn man über Einsatz, Leidenschaft und Zusammenhalt kommt.
Auch das Erlebnis abseits des Rasens war für die Gäste aus Rheine etwas Besonderes. „Schon die Bedingungen hier sind beeindruckend – von den Plätzen bis zur ganzen Infrastruktur. Das ist für unsere Jungs natürlich etwas anderes als am heimischen Schürweg.
Am Ende überwog die Freude über einen gelungenen Nachmittag, der sportlich wie menschlich wertvolle Erfahrungen brachte. Der SC Altenrheine bedankte sich beim VfL Osnabrück für die Einladung und wünschte dem Nachwuchs des VfL viel Erfolg für die kommende Saison. „Wir würden jederzeit wiederkommen – und vielleicht sehen wir den VfL ja auch mal bei uns in Rheine", so der Wunsch der SCA-Trainers.
Fazit:
Die Altenrheiner Nachwuchskicker zeigten in Osnabrück, dass sie bereit sind, sich auch starken Gegnern zu stellen – und dass Fußball nicht nur von Talent, sondern ebenso von Leidenschaft, Einsatzbereitschaft und Teamgeist lebt.
Drei Triathleten und drei ganz unterschiedliche Distanzen. Das ist die Kurzbeschreibung des Sassenberger Triathlon aus Sicht des SC Altenrheine. Verena Murcia Vidal platzierte sich beim Münsterland Giro auf dem vierten rang in ihrer Altersklasse. Jan Wiegers und Philipp von der Haar schafften den Sprung unter die besten Zehn.
Jährlich zieht der besondere Wettkampf am Sassenberger Feldmarksee über 1.500 Menschen aus der ganzen Region an. Damit gehört der Wettkampf zu den größten im Münsterland. Die Teilnehmer haben die Wahl zwischen ganz verschiedenen Wettkämpfen. Von der Volksdistanz bis zur Mitteldistanz ist alles dabei.
Verena Murcia Vidal hatte sich für die lange Version des Münsterland Giros entschieden. Den Auftakt machte das Schwimmen im Feldmarksee. Nach 1,7 Kilometern bei regnerischem Wetter entstieg die Altenrheinerin den Fluten. Nach der eher ungeliebten Disziplin folgten die 67 Kilometer auf dem Rad . „Es war windig, aber das Radfahren lief gut“ resümiert Verena Murcia Vidal das zweite Teilstück des Triathlon. Noch besser lief es beim in der Abschlussdisziplin. In 1:26 Stunden spulte die SClerin die 15 Kilometer ab. Nach 4:34: 15 Stunden hatte sie sich mit dieser Leistung den vierten Rang in der AK 40 erkämpft.
Etwas kürzer war für Jan Wiegers die Strecke. Beim Wettkampf über die olympische Distanz mussten 1,5 Kilometer geschwommen, 44 Kilometer auf dem Rad absolviert und 10.000 Meter zu Fuß bewältigt werden. Nach 26 Minuten befand sich Wiegers im vorderen Mittelfeld des traditionell sehr gut besetzen Teilnehmerfeldes. Auf den 44 Kilometern konnte er seine Position noch verbessern, bevor er beim Laufen sich endgültig in die TopFive der AK 25 schob. Mit den 45 Minuten für die sehr anspruchsvollen Laufkilometer erkämpfte sich Jan Wiegers den fünften Rang in seiner Alternsklasse. Nach 2:38:09 Stunden beendete er als 26. Der Gesamtwertung den Wettkampf.
Als versierter Schwimmer zeigte sich Philipp von der Haar beim Volkstriathlon gleich ganz vorne im Feld. Mit persönlicher Bestzeit hatte von der Haar nach 11 Minuten die 700 Meter hinter sich gebracht und stieg auf das Triathlonrad, mit dem er23 Kilometer durch das Münsterland rund um den Feldmarksee fahren musste. „Die Radstrecke präsentierte sich nach dem Regen noch sehr feucht, besonders in den Kurven war Vorsicht geboten. Auf den Geraden konnte jedoch wieder Tempo gemacht werden. Die niedrigen Temperaturen machten es der Muskulatur nicht leicht. “ beschreibt von der Haar die zweite Disziplin. Mit zwei guten Leistungen auf dem Rad und in den Laufschuhen behauptete er sich im vorderen Mittelfeld der knapp 300 Teilnehmern. Nach 1:22:59 Stunden lief er in den von vielen Zuschauern umsäumten Zielbereich ein. Damit war er 53. Der Gesamtwertung und 9. in der AK 35.
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26 |
5 |
00:26:36 |
01:19:55 |
00:45:49 |
02:38:09 |
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53 |
9 |
00:11:34 |
00:40:22 |
00:26:16 |
01:22:59 |
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42 |
4 |
00:45:58 |
02:14:53 |
01:26:29 |
04:34:15 |
Mit einer starken Teamleistung haben die Herren 40 des SC Altenrheine am Wochenende für eine faustdicke Überraschung gesorgt: Im Heimspiel bezwangen sie den bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter GW Mesum klar mit 5:1.
Im Einzel musste sich Schmidt zwar gegen einen stark aufspielenden Seifert geschlagen geben, doch Theismann, Vogelsang und Hunke drehten mächtig auf und sorgten mit souveränen Siegen für eine 3:1-Führung vor den Doppeln.
Dort blieb es spannend: Schmidt/Heinemann kämpften sich nach Satzrückstand zurück und entschieden das Match gegen Seifert/Künnemann im Champions-Tiebreak mit 3:6, 7:6 und 10:6 für sich. Vogelsang/Hunke machten mit einem souveränen 6:2, 6:4 gegen Heinrich/Matull den klaren Heimsieg perfekt.
Auch im Pokal sind die Altenrheiner weiter auf Kurs: Nach einem hart erkämpften 2:1-Erfolg bei BSV Roxel 1 steht das Team im Viertelfinale und reist Ende August nach Hamm.
Bei der größten Triathlonveranstaltung der Welt einen Sieg zu erringen ist eine besondere Leistung. Das gelang dem Triathleten des SC Altenrheine Michael Mittelberg. Souverän gewann er seine Altersklasse.
Mit fast 10.000 Teilnehmern über die verschiedenen Distanzen ist der Triathlon in Hamburg der teilnehmerstärkste Wettkampf weltweit. Mit dem Weltcup und der Weltmeisterschaft in der Mixstaffel lockt die Veranstaltung an zwei Tagen die triathletische Welt an die Alster.
Der Streckenverlauf ist einzigartig. Schwimmen in der Binnenalster, Laufen am Ufer von Binnen- und Außenalster und die Radstrecke führt die Teilnehmer entlang der Elbe. Ins Ziel laufen die Triathleten vor der Kulisse des prächtigen Hamburger Rathauses. Das lässt die Herzen der Dreikämpfer höher schlagen.
Michael Mittelberg hatte sich intensiv auf diesen Wettkampf über die Sprintdistanz vorbereitet. Die eigentlich schwächste Disziplin, das Schwimmen in der Alster, bewältige er sehr gut. Nach den 500 Metern war nur ein Starter aus der AK 65 schneller beim Rad als der Rheinenser. Auf den 20 Radkilometern galt es mit größter Vorsicht und Routine zu fahren. Die Strecke konnte erst später freigegeben werden, so dass die Startgruppen in einem sehr engen Fünf-Minuten-Takt in den Wettkampf geschickt wurden. Aber auch hier konnte Mittelberg die zweitschnellste Zeit in der AK für sich verbuchen. Die abschließenden fünf Laufkilometer machte er dann zu seinem Paradestück. Keiner aus seiner Altersklasse und auch viele jüngere Starter konnten in den Laufschuhen mit dem SCler mithalten. Mit der schnellsten Laufzeit der Altersklasse, nur 21:48 Minuten, schob er sich auf den ersten Rang der AK65. Nach 1:16:13 Stunden ließ sich Michael Mittelberg von den mitgereisten Fans als Sieger der AK 65 feiern.
von Matthias Betz
Mittwochabend, 09.07.2025. 19:01 Uhr, der Anstoß auf Platz 3 in Altenrheine verzögert sich um exakt eine Minute – nicht aus organisatorischen Gründen, sondern weil das Spiel einfach Bock hatte, pünktlich zu sein, aber eben nicht zu sehr. Die Sonne steht tief, der Rasen ist in Topform, und das Publikum zwischen Campingstuhl, Bierbank und Grillgeruch reibt sich die Hände. Was dann folgt, ist eine Mischung aus sportlicher Machtdemonstration, Slapstick und gelegentlicher Dorftheater-Komödie.
Die ersten Minuten gestalten sich unspektakulär. Der SC Altenrheine zelebriert ein wenig TikiTaka im eigenen Strafraum – gefährlich schön oder einfach nur schön gefährlich, das bleibt Interpretationssache. Große Chancen gibt's zunächst keine, außer der für den Ex-Gellendorfer Chris Naberbäumer, der sich an der eigenen Strafraumgrenze tunneln lässt. Der Zuschauer sagt: „Autsch." Der Trainer sagt: „Weiter!"
In der 5. Minute dann der erste Hochkaräter: Kai Sandmann steht plötzlich ganz alleine vorm gegnerischen Torwart, nur er, der Ball, das Tor – und seine Nerven. Und die versagen. Nicht schlimm, denn bei der anschließenden Ecke stürmen elf Mann in den Strafraum, ein Bild wie bei der F-Jugend, wenn alle gleichzeitig auf den Ball losgehen. Ecke Nummer zwei bringt dann Klarheit: Felix Spielmann schraubt sich hoch und nickt das Leder per Kopf wuchtig ins Netz. 1:0. Kein Zweifel, dass das verdient war.
Während die Zuschauer noch darüber diskutieren, ob Kiddes O-Beine tatsächlich groß genug sind, um ein ganzes Schwein hindurchzuschieben – laut Axel sogar hochkant – geht das Spiel munter weiter. In Minute 13 schüttelt sich Naberbäumer kurz das Tunneltrauma ab, geht rechts durch wie ein Taschenmesser durch Butter und legt klug auf Adrian Turat ab. Der bleibt cool, zirkelt das Ding ins lange Eck. 2:0. Die Gellendorfer wirken da schon wie ein Hobby-Chor beim Auswärtsspiel – guter Wille, aber keine Struktur.
Wenig später segelt der Gellendorfer Torwart artistisch unter einem hohen Ball hindurch. Kipker zieht ab, ein Abwehrspieler rettet auf der Linie – mit der Hand. Schiedsrichter August Knips zückt den Finger und zeigt auf den Punkt. Elfmeter. Pete Wipperfürth tritt an und verschießt so kläglich, dass der Ball vermutlich die nächstgelegende Eckfahne touchiert hat. Pete versucht, sich unsichtbar zu machen, die Zuschauer diskutieren noch zehn Minuten später über diesen tragischen Aussetzer.
Doch Altenrheine lässt sich nicht beirren. In der 21. Minute scheitert Turat zunächst noch mit einem Schuss ans Lattenkreuz, Sekunden später macht er's besser – 3:0. Völlig verdient. Gellendorf spielt derweil weiterhin nur Anstoß. Mittlerweile zum vierten Mal. Ein Schüsschen auf das Tor von Tobi Reekers sorgt für verhaltenen Applaus bei den Altenrheiner Kindern auf dem Klettergerüst. In der 25. Minute bekommt Gellendorf dann endlich mal eine gefährliche Freistoßposition – das war's aber auch schon.
Wenig später ist es Kai Sandmann, der in der 28. Minute einen Freistoß um die Mauer ins Torwarteck zirkelt – 4:0. Der Torwart bleibt regungslos stehen, vielleicht aus Trotz, vielleicht aus Erschöpfung. Zwei Minuten später stochert Kai Sandmann nach diversen Abprallern das 5:0 über die Linie. Der Gellendorfer Schlussmann hat sichtlich genug, lässt sich auswechseln. Man sieht es ihm an: Die Lust ist dahin, der Wille gebrochen.
Nach einem klaren Foul an einen Altenrheiner Stürmer, das Schiedsrichter Knips entweder übersehen oder mit der Vorteilsregel überspielt hat, staubt Henne Bäthker zum 6:0 ab. Danach ist Halbzeit. Durchatmen. Nicht nur bei Gellendorf, sondern auch bei den Zuschauern. Bier wird nachgeholt, Kidde fordert per Zuruf erneut ein Golf-Caddy für den Getränketransport. Der Weg ist weit, die Sonne steht tief, und irgendwo spielt im Hintergrund jemand mit einer Bluetooth-Box „Tage wie diese".
Die zweite Hälfte beginnt mit einem Déjà-vu: Naberbäumer wird erneut getunnelt. Es ist fast schon tragisch, wenn es nicht so lustig wäre. In der 46. Minute erhöht Henne Bäthker auf 7:0 – ein Schuss, ein Treffer, keine Gegenwehr. Gellendorf scheint nur noch körperlich anwesend zu sein, geistig sind viele wahrscheinlich schon beim Feierabendbier. Dann – Überraschung – der erste Torschuss von Gellendorf in Minute 48. Der Ball landet nicht im Netz, sondern ganz oben am Ballfangzaun. Zwei Minuten später wieder. Der Zaun hält, das Ergebnis auch.
Was folgt, ist ein kollektives Einschlafen. Das Spiel verliert an Tempo, an Spannung, an allem, was man sonst gerne auf Plakate druckt. Altenrheine hat keinen Bedarf mehr, Gellendorf keinen Plan. Die Zuschauer wenden sich langsam dem Trainingsspiel der dritten Mannschaft zu, das plötzlich interessanter wirkt als das eigentliche Spiel. Trainer Sascha Bernsmeier freut sich derweil über das Ergebnis. In seiner letzten Amtszeit war er eher Prügelknabe, das Ergebnis meist andersrum wie heute.
Schiedsrichter Knips hat schließlich ein Einsehen – nach 70 Minuten ist Schluss. Gellendorf wird erlöst, Altenrheine geht mit breiter Brust vom Platz. Ein Spiel, das in der ersten Halbzeit unterhaltsam, in der zweiten eher wie ein gemütlicher Radausflug wirkte. Verdient war's allemal. Und man muss sagen: Wenn ein Tunnel schöner aussieht als ein Tor, dann ist es eben doch kein normales Fußballspiel.
Philipp auf der Haar und Mika Blaschke waren beim Triathlon in Saerbeck am Start. Die beiden SCler absolvierten aber zwei ganz unterschiedliche Wettkämpfe.
Das Wetter spielte entgegen der Vorhersage erfreulicherweise mit. Bei angenehmen Bedingungen ging es für auf der Haar auf die Volksdistanz des Saerbeck Classic. Die Wassertemperatur lag bei 25 °C, sodass das Schwimmen ohne Neoprenanzug absolviert wurde. Das sollte auf den 600 Metern kein Handicap für den guten Schwimmer sein. Trotz einer kleinen Unstimmigkeit auf der Strecke, bei der einige der führenden Athleten versehentlich auf eine längere Distanz geschickt wurden, konnte der SCler seinen Rhythmus finden und entstieg nach 10:50 Minuten dem Badesee. Nach einem zügigen Wechsel ging es auf die 20 km lange Radstrecke. Hier wurde von Beginn an ein hohes Tempo gefahren. Die Strecke war sehr schön und schnell zu fahren. Lediglich nach dem Wendepunkt machte sich ein leichter Gegenwind bemerkbar, der etwas Körner kostete. Für den zweiten Part des Dreikampfes benötigte Philipp auf der Haar schnelle 33 Minuten. Anschließend folgten zwei Laufrunden, die sich zu fünf Kilometer summierten, rund um den See. “Auf der Laufstrecke ich konnte auf den letzten Metern sogar noch zu einem Zielsprint ansetzen“ zog der Altenrheiner eine positive Bilanz. Mit einer Gesamtzeit von 1:09:47 erreichte auf der Haar Platz 38 gesamt und Platz 7 in der Altersklasse M35. Besonders erfreulich für den Triathleten in den Farben des SC Altenrheine war, das er seine Leistung im Vergleich zu vorherigen Wettkämpfen deutlich steigern konnte.
Mika Blaschke war vor dem Start in Saerbeck etwas nervös. Für den jungen Sportler stand beim Swim an Run zum ersten Mal ein Schwimmen im Freigewässer auf dem Wettkampfplan. Nach einem nicht ganz optimalen Start folgte ein sehr solides Schwimmen. Auch gegen die ältere Konkurrenz konnte sich der junge SCler gut in Szene setzen. Das gelang ihn beim Wechsel zum Laufen nicht ganz. Hier verlor er viel Zeit und drei Plätze. Mit der zwölftschnellsten Zeit lief Mika Blaschke aber wieder in die Top Ten der Schüler A. Nach 15:47 Minuten hatte Mika Blaschke seine erste Platzierung unter den besten zehn der Altersklasse Schüler A ins Ziel gebracht. Bei den Startern aus dem Geburtsjahr 2013 war er der Schnellst.
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38. |
Von der Haar, |
Philipp |
7. |
M35 |
10:50 |
1:40 |
33:34 |
1:13 |
22:29 |
1:09:47 |
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16. |
Blaschke, |
Mika |
10. |
MSA |
7:18 |
0:45 |
7:44 |
15:47 |
Jan Wiegers, Triathlet des SC Altenrheine, hat sich beim Ironman in Nizza der internationalen Konkurrenz gestellt. Das mediterrane Flair konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Hitze und das starke, 2300 Teilnehmer große Starterfeld den Wettkampf über die Mitteldistanz nicht zu einem Spaziergang machen würde.
Mit 26 Grad Wassertemperatur empfing das Mittelmeer die Triathleten. Damit war der Neopren als Wärmeschutz und Schwimmhilfe verboten. Nach guten 35 Minuten hatte Wiegers die erste Disziplin hinter sich gebracht und wechselte zufrieden auf das Rennrad.
Neunzig Kilometer, gepickt mit Anstiegen in den Seealpen rund um die berühmte, fünft größte Stadt in Frankreich. Der SCler hatte sich gut vorbereitet. In einem Trainingslager trainierte Wiegers viele Anstiege mit dem Rad, damit er die sehr anspruchsvollen 1200 Höhenmeter in Nizza bewältigen konnte. „Landschaftlich schön, aber die langen Anstiege bei diesem Triathlon haben mir einiges abverlangt. Die Anstiege hatten teilweise zweistellige Prozentwerte und die schnellen Abfahrten verlangten echte Steuerkünste“ zeigte sich Wiegers nach dem Rennen beeindruckt von der Radstrecke. Nach drei Stunden auf dem Rad schob er sein Sportgerät wieder in die Wechselzone.
Beim Halbmarathon über 21 Kilometer machte der Ort an der Riviera deutlich, warum er als eine der sonnreichsten Städte Frankreichs gilt. An der Strandpromenade zu flanieren ist schön, aber bei 34 Grad ohne Schatten 21 Kilometer als Abschluss eines Triathlon zu laufen, ist etwas anderes. Jan Wiegers musste den äußeren Bedingungen dann auch Tribut zollen. Jede Verpflegungsstelle nahm er mit und am Ende des Rennens gab es auch Gehpausen. Nach guten zwei Stunden hatte er den Halbmarathon absolviert und lief nach 6:04:07 Stunden ins Ziel. In dem stark besetzten Wettkampf mit 2300 Teilnehmern platzierte sich der Altenrheiner als 557. Finisher im Vorderfeld.