Ü32 des SC Altenrheine stolpert, Gellendorf trifft – und August kriegt endlich Wasser
von Matthias Betz
Es war 19:04 Uhr, als der Schiedsrichter die Pfeife hob und das Spiel bei leichtem Wind, aber immerhin trockenem Septemberabend anpfiff. Ein Abend, an dem Altenrheine ersatzgeschwächt antrat – gegen eine auf dem Papier stärkere und jüngere Gellendorfer Mannschaft. Und auf dem Papier gewinnt man ja gerne Spiele. Blöd nur, dass man auf dem Rasen spielen muss. Noch blöder: Die treuen Fans der SCA-Altherren sowie der Bierwart glänzten durch Abwesenheit. Ein Skandal, der später noch schwer wiegen sollte.
Minute 7: Erste Chance für Gellendorf, der Ball streicht knapp übers Lattenkreuz. Altenrheine atmet kollektiv aus, während die verbliebenen SCA Anhänger leise überlegen, ob es heute vielleicht doch Bier gibt.
Minute 9: Reporter Matthias Betz, heute von der Ersatzbank des SCA liebevoll Karla Kolumna genannt, bekommt endlich weitere Gesellschaft. Der nächste SCA-Anhänger, August Knips, findet den Weg auf die Zuschauerplätze. Damit ist die Auswärtskurve jetzt offiziell zu dritt. Axel Rietmann ist auch dabei.
Das Spiel bis dahin? Körperbetont. Sehr sogar. Gerrit Warburg grätscht wie einst Harald Konopka – also mit Ansage und ohne Rückfahrkarte – und klärt immerhin zum Einwurf. Stimmung am Spielfeldrand? Verhaltener als eine Steuerprüfung.
Minute 20: Plötzlich Großchance für Altenrheine. Sven Sandmann flankt, Henne Bäthker steht goldrichtig – aber leider auf dem falschen Fuß. Zwei Dezimeter vor dem Tor bleibt der Ball liegen, als hätte er noch was vor. Man sehnt sich nach Roland und Kidde, die sonst wenigstens das kommentieren würden.
Am Rand diskutiert man nun statt über Fußball lieber über die Gründung eines SCA-Fernsehkanals. Live-Übertragungen der Altherren. Warum auch nicht? Wenn es für Dart funktioniert, dann auch für Männer mit Bauchansatz und Oberschenkelkrämpfen.
Minute 30: Angriff Altenrheine über Warburg, Pass auf Bäthker, Abseits. Im Gegenzug zirkelt die Gellendorfer Nummer 7 den Ball übers Tor. Knips schätzt drei Meter – und liegt vermutlich daneben, aber das ist egal.
Dann der Auftritt des Tages vom Schiedsrichters: SCA-Keeper Paschke nimmt den Ball auf, der Schiri zählt runter. Von acht. Pfiff. Ecke Gellendorf. Die sagenhafte 8-Sekunden-Regel. Offensichtlich auch in der Ü32 gültig. Fehlt nur noch, dass der Kölner Keller jetzt auch noch aus irgendeinem Elteraner Partykeller zugeschaltet wird.
Minute 34: Zack. 1:0 für Gellendorf. Schuss ins linke Eck, Paschke sieht nichts, weil jemand im Weg steht.
Minute 35: Freistoß für den SCA. Dennis Tegeder hämmert aus 25 Metern – leider übers Tor. Halbzeit.
Es gibt übrigens kein Wasser für die Gäste. Skandal. Dafür geht das Flutlicht an – Strom ist offenbar günstiger als Getränke. August Knips ist empört und redet sich auch nach 5 Minuten immer noch in Rage.
Minute 44: Gellendorf erhöht auf 2:0.
Minute 46: Dann das Drama. Gellendorfs Keeper mäht Henne Bäthker um. Der humpelt direkt in die Kabine. Elfmeter SCA. Thomas Schütte schießt. Hoch. Sehr hoch. So hoch, dass der Ballfangzaun jetzt Höhenangst hat. Nach dem Spiel sagt Schütte: „Eigentlich wollte ich ihn in die Ecke schieben." – Gelächter. Großartig.
Minute 52: Altenrheine versucht's weiter, Warburg lupft, Keeper Gellendorf hält. Dann taucht auch Pascal Hartmann auf dem Spielfeld auf – im Trikot vom SC Hörstel. Zuhause falsch in die Wäschetonne gegriffen, richtige Farbe. Man nimmt, was man kriegt.
August Knips erspäht endlich den Gellendorfer Wasserträger – und siehe da: auch die Altenrheiner dürfen. Frieden am Spielfeldrand.
Minute 56: Gellendorf macht das 3:0. Halbrechts, flach, links unten rein. Verdammt.
Altmeister Rüdiger Schuma hält trotzdem tapfer dagegen, wie ein Mann, der eigentlich längst bei „Wer wird Millionär" sitzen könnte.
Minute 62: 4:0. Altenrheine merkt spätestens jetzt, dass es ein langer Abend wird.
Minute 70: Abpfiff. Ende einer ruppigen Partie, bei der Gellendorf offenbar noch die 0:8-Klatsche aus dem Sportpark im Kopf hatte. Altenrheine verabschiedet sich mit drei Verletzten. Ergebnis? In Ordnung. Höhe? Zwei Tore zu viel.
Fazit: Kein Bier, kaum Fans, drei Verletzte. Altenrheine hat schon bessere Abende erlebt. Und dennoch: Kopf hoch – heute, 04.09.2025, spielt die Erste im Westfalenpokal gegen Regionalligist SF Lotte. Sportpark Altenrheine. Hingehen, Bier trinken, schreien.
Gute Nacht.
Große Freude beim SC Altenrheine: Alle sieben Teilnehmer des Vereins haben den diesjährigen Trainerlehrgang zur C-Lizenz erfolgreich abgeschlossen. Der Lehrgang, der vom 12. März bis zum 21. Mai 2025 stattfand, umfasste sowohl intensive Präsenzphasen als auch flexible Lerneinheiten – und endete mit einer erfolgreichen Prüfung am 21. Mai.
Intensive Ausbildungsphase
Ein Höhepunkt der Ausbildung war der viertägige Präsenzblock vom 14. bis 17. April 2025, in dem die angehenden Trainer*innen gemeinsam in Theorie und Praxis arbeiteten. Im Anschluss folgten mehrere Einzeltage, an denen die Inhalte vertieft und in praktischen Übungen umgesetzt wurden.
Ziele der C-Lizenzausbildung
Die C-Lizenz ist der erste offizielle Schritt in der Trainerlaufbahn und vermittelt ein breites Fundament an Kompetenzen. Die Ausbildung bereitet Trainer*innen darauf vor,
• Spaß an Bewegung und Fußball zu fördern,
• fußballerische Leistung und Persönlichkeit der Spieler*innen zu entwickeln,
• spielorientiert und motivierend zu trainieren,
• Lernen durch gesteuerte Spielformen zu ermöglichen,
• Freude an individuellen und mannschaftlichen Fortschritten zu vermitteln,
• ein positives Mannschaftsklima zu schaffen und Teamprozesse zu fördern,
• Konflikte konstruktiv zu lösen,
• Spieler*innen aktiv einzubinden und Mitbestimmung zu ermöglichen.
Breites Themenspektrum
Neben der sportlichen Praxis standen auch organisatorische und pädagogische Inhalte im Mittelpunkt:
• Struktur der Landesverbände und deren Nutzen für die Vereinsarbeit
• Teamentwicklung und Rollenverteilung
• Altersgerechtes Coaching im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbereich
• Kommunikation – persönlich und digital – als Führungsinstrument
• Verantwortung im Traineralltag: Aufsichtspflicht, Jugendschutz, Datenschutz, Gesundheit, gesellschaftliche Verantwortung
• Trainer*in als Vorbild und Führungspersönlichkeit
• Konfliktmanagement und Delegation von Aufgaben
• System Fußball: Einfluss des sozialen Umfelds auf die Spielerentwicklung
• Elternarbeit und konstruktive Elternkommunikation im Nachwuchsbereich
Bedeutung für den Verein
Mit den sieben frisch lizenzierten Trainern stärkt der SC Altenrheine seine Nachwuchs- und Vereinsarbeit nachhaltig. „Gut ausgebildete Trainer sind das Fundament für sportlichen Erfolg und eine positive Vereinsentwicklung“, betonte Thomas Kray. „Wir sind stolz auf das Engagement unserer Teilnehmer und freuen uns auf die Impulse, die sie nun in ihre Teams einbringen werden.“
Nicht nur zwei erste Plätze sowie weitere gute Platzierungen brachte die kleine Mannschaft des SC Altenrheine vom Torfmoorsee wieder mit an die Emsstadt. Die 42. Auflage des Riesenbecker Triathlon war ein Fest für die Dreikämpfer der Region. Christan Dudek und Göran Blaschke siegten in ihren Altersklassen. Emilia Menger und Mika Blaschke über zeugten beim Nachwuchs-Cup.
Schon vor dem offiziellen Ende der Anmeldefrist zogen die Verantwortliche vom Teuto Riesenbeck die Reißleine. Mit über 900 Teilnehmern war die Veranstaltung restlos ausgebucht. Rund um den Torfmoorsee wurde mit einem bunten Potpourri an verschiedenen Wettkämpfen dem Zuschauer toller Sport geboten. Vom Nachwuchs-Cup über die klassische Volksdistanz bis zur olympischen Streckenlänge war alles dabei.
Als erster SCler musste Christian Dudek in den See. Er hatte sich mit der olympischen Distanz den längsten Wettkampf ausgesucht. Bei den 1500 Metern der Auftaktdisziplin gab es jede Menge Geschubse und Gedrängel. „Viele Teilnehmer konnten die Richtung nicht halten“ zeigte sich Dudek überrascht. Christan Dudek ließ sich davon nicht irritieren und schwamm mit 26:13 Minuten vorne mit im Feld. Der kurze Rundkurs von 6,7 Kilometer forderte den kompletten Athleten. Zwei Anstiege, einige schnelle Kurven und etliche Mitstreiter auf der Strecke machten die insgesamt knapp 40 Kilometer zur Herausforderung. Als Zehnter wechselte Dudek auf die 2,5 Kilometer lange Laufrunde. Die vier Laufrunden nutze er um bis auf den siebten Gesamtplatz und damit auf Rang eins der AK 55 vorzulaufen. Nach 2:19:56 Stunden beendete er sein Rennen.
Mit zwei jungen Sportlern war der SC Altenrheine beim Nachwuchs-Cup vertreten. Emilia Menger und Mika Blaschke mussten 300 Meter schwimmen, 6,7 Kilometer mit dem Rad fahren und 2100 Meter laufen. Besonders beim Radfahren und Laufen zeigte Emilia Menger starke Leistungen und platzierte sich nach 29:16 Minuten auf Rang sieben der Wettkampfklasse Schüler A. In der gleichen Wettkampfklasse setzte Mika Blaschke bei den Jungen in der zweiten und dritten Disziplin seine Akzente. Als guter Elfter lief er nach 28:58 Minuten durch das von Zuschauern umsäumte Ziel.
Der Klassiker ist in Riesenbeck seit 42 Jahren die Volksdistanz. Auch wenn sich in dieser Zeit die Strecken öfters schon geändert haben, standen fast 300 Triathletinnen und Triathleten am Ufer des Sees. Nach den 600 Metern im Wasser hatte der SCA mit Göran Blaschke und Ralf Uhlenbruch zwei heiße Eisen im Feuer. Beide wechselten nach weniger als 8:30 Minuten auf die 20 Kilometer lange Radstrecke. Hier konnte sich Blaschke von seinem Vereinskollegen absetzen. Mit einer Laufzeit von 20:40 Minuten für die fünf Kilometer sicherte sich Göran Blaschke nach 1:05:13 Stunden den Sieg in der AK 45. Nach 1:07:55 beendet Ralf Uhlenbruch als dritter der AK 60 sein Rennen. Mit Guido Wilke hatte der SCA einen weiteren Starter in der AK 60. „Das Schwimmen gehört nicht zu meiner Lieblingsdisziplin, lief aber in diesem Jahr gut“ zog Wilke eine positive Bilanz. Beim Laufen zog er dann noch an etlichen Konkurrenten vorbei und platzierte sich nach 1:16:07 Stunden als Sechster in der AK 60.
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7. |
Dudek, |
Christian |
1. |
M55 |
26:13 |
1:36 |
1:08:03 |
1:33 |
42:32 |
2:19:56 |
|
11. |
Blaschke, |
Mika |
11. |
MSA |
4:15 |
1:12 |
13:28 |
1:12 |
8:52 |
28:58 |
|
7. |
Menger, |
Emilia |
7. |
WSA |
4:32 |
1:14 |
13:42 |
1:06 |
8:42 |
29:16 |
|
13. |
Blaschke, |
Göran |
1. |
M45 |
8:13 |
1:11 |
34:06 |
1:02 |
20:40 |
1:05:13 |
|
20. |
Uhlenbruch, |
Ralf |
3. |
M60 |
8:25 |
1:13 |
35:55 |
1:01 |
21:22 |
1:07:55 |
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73. |
Wilke, |
Guido |
6. |
M60 |
10:47 |
2:26 |
38:34 |
1:37 |
22:42 |
1:16:07 |
Die Tennis-Herren 40 vom SC Altenrheine sorgen weiterhin im WTV-Pokal für Furore. Am vergangenen Donnerstag machten sie sich in der Besetzung Schmidt, Theismann, Hoffmann und Vernold auf den Weg zum ASV Hamm.
Strömender Regen, volle Straßen und die weite Anreise machten nicht viel Hoffnung auf einen spektakulären Tennisabend. Kurz nach 18 Uhr konnte es dann aber doch in Hamm losgehen und die ersten Filzbälle hinterließen Spuren auf dem weichen Geläuf. Sowohl Schmidt und Theismann in den Einzeln, als auch Hoffmann/Vernold im Doppel bekamen es auf dem Papier mit höher eingestuften Spielern zu tun. Schmidt gewann mit 6:1, 3:6, 10:4 knapp im Matchtiebreak. Da kurz zuvor bereits Hoffmann/Vernold ihre Gegner mit 6:3, 2:6, 10:4 im die Knie zwangen, war der Halbfinaleinzug perfekt.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit, als die letzten Würstchen und bereits einige Biere geleert waren, beendete auch Theismann das Treiben auf dem Platz. Nach über 2,5 Stunden Spielzeit musste er sich seinem Kontrahenten mit 7:6, 3:6, 10:12 geschlagen geben. Kurz vor Mitternacht erreichte der Tross wieder die Heimat.
Am kommenden Donnerstag herrscht dann in ganz Altenrheine Pokalfieber. Um 18 Uhr findet das Halbfinale gegen Mastholte statt. Zeitgleich empfangen die Fußballer im Sportpark gegenüber Lotte zum Westfalenpokalspiel.
Es wird empfohlen mit dem Fahrrad anzureisen, damit der Verkehr rund um Rheine nicht zum Erliegen kommt.
Rheine/Osnabrück – Für die D1-Jugend des SC Altenrheine stand am Samstag, 16. August 2025, ein besonderes Erlebnis auf dem Programm: Ein Testspiel beim Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des VfL Osnabrück. Schon die Anreise auf das beeindruckende Gelände des VfL war für die jungen Kicker des SCA eine Erfahrung, die sie so schnell nicht vergessen werden. Auf dem Platz wartete dann allerdings ein echter Härtetest – schließlich ging es gegen die hochkarätig ausgebildete U11 des Traditionsvereins.
Das Spiel war bewusst in verschiedene Spielformen aufgeteilt. Zunächst standen sich die Teams auf zwei Feldern in vier Runden à acht Minuten im 3-gegen-3 plus Torhüter gegenüber. Hier zeigte sich früh der Qualitätsunterschied: Der VfL-Nachwuchs agierte technisch versierter, war schneller im Kopf und am Ball. Altenrheine tat sich schwer, kam kaum zu Entlastung und musste einige Gegentreffer hinnehmen.
Doch die Moral des SCA war ungebrochen. Im Anschluss wechselte man ins größere Format: zwei Halbzeiten über 15 Minuten im 5-gegen-5 plus Torhüter. Altenrheine lief hier jedoch in einem abgesprochenen 6+1 auf – und zeigte prompt ein anderes Gesicht. Plötzlich hielt die junge Mannschaft nicht nur dagegen, sondern suchte selbst mutig den Weg nach vorne. Mit großem Kampfgeist, disziplinierter Defensivarbeit und einer starken Portion Teamgeist gelang es, den Favoriten immer wieder zu fordern.
Am Ende stand ein leistungsstarkes 4:4-Unentschieden auf der Anzeigetafel – auch wenn Altenrheine dabei in Überzahl agierte. Für die Kinder des SCA war das Ergebnis dennoch ein kleines Ausrufezeichen. „Man hat gemerkt, dass wir uns steigern können, wenn wir den Kampf annehmen und als Mannschaft auftreten", sagte ein sichtlich zufriedener Trainer nach dem Abpfiff.
Trotz der Unterschiede in Technik, Geschwindigkeit und taktischer Disziplin war die Partie für die Altenrheiner alles andere als ein Lehrstück in Sachen Demut. Im Gegenteil: Die Spieler zeigten, dass man auch gegen eine Nachwuchsauswahl eines Leistungszentrums bestehen kann, wenn man über Einsatz, Leidenschaft und Zusammenhalt kommt.
Auch das Erlebnis abseits des Rasens war für die Gäste aus Rheine etwas Besonderes. „Schon die Bedingungen hier sind beeindruckend – von den Plätzen bis zur ganzen Infrastruktur. Das ist für unsere Jungs natürlich etwas anderes als am heimischen Schürweg.
Am Ende überwog die Freude über einen gelungenen Nachmittag, der sportlich wie menschlich wertvolle Erfahrungen brachte. Der SC Altenrheine bedankte sich beim VfL Osnabrück für die Einladung und wünschte dem Nachwuchs des VfL viel Erfolg für die kommende Saison. „Wir würden jederzeit wiederkommen – und vielleicht sehen wir den VfL ja auch mal bei uns in Rheine", so der Wunsch der SCA-Trainers.
Fazit:
Die Altenrheiner Nachwuchskicker zeigten in Osnabrück, dass sie bereit sind, sich auch starken Gegnern zu stellen – und dass Fußball nicht nur von Talent, sondern ebenso von Leidenschaft, Einsatzbereitschaft und Teamgeist lebt.
Drei Triathleten und drei ganz unterschiedliche Distanzen. Das ist die Kurzbeschreibung des Sassenberger Triathlon aus Sicht des SC Altenrheine. Verena Murcia Vidal platzierte sich beim Münsterland Giro auf dem vierten rang in ihrer Altersklasse. Jan Wiegers und Philipp von der Haar schafften den Sprung unter die besten Zehn.
Jährlich zieht der besondere Wettkampf am Sassenberger Feldmarksee über 1.500 Menschen aus der ganzen Region an. Damit gehört der Wettkampf zu den größten im Münsterland. Die Teilnehmer haben die Wahl zwischen ganz verschiedenen Wettkämpfen. Von der Volksdistanz bis zur Mitteldistanz ist alles dabei.
Verena Murcia Vidal hatte sich für die lange Version des Münsterland Giros entschieden. Den Auftakt machte das Schwimmen im Feldmarksee. Nach 1,7 Kilometern bei regnerischem Wetter entstieg die Altenrheinerin den Fluten. Nach der eher ungeliebten Disziplin folgten die 67 Kilometer auf dem Rad . „Es war windig, aber das Radfahren lief gut“ resümiert Verena Murcia Vidal das zweite Teilstück des Triathlon. Noch besser lief es beim in der Abschlussdisziplin. In 1:26 Stunden spulte die SClerin die 15 Kilometer ab. Nach 4:34: 15 Stunden hatte sie sich mit dieser Leistung den vierten Rang in der AK 40 erkämpft.
Etwas kürzer war für Jan Wiegers die Strecke. Beim Wettkampf über die olympische Distanz mussten 1,5 Kilometer geschwommen, 44 Kilometer auf dem Rad absolviert und 10.000 Meter zu Fuß bewältigt werden. Nach 26 Minuten befand sich Wiegers im vorderen Mittelfeld des traditionell sehr gut besetzen Teilnehmerfeldes. Auf den 44 Kilometern konnte er seine Position noch verbessern, bevor er beim Laufen sich endgültig in die TopFive der AK 25 schob. Mit den 45 Minuten für die sehr anspruchsvollen Laufkilometer erkämpfte sich Jan Wiegers den fünften Rang in seiner Alternsklasse. Nach 2:38:09 Stunden beendete er als 26. Der Gesamtwertung den Wettkampf.
Als versierter Schwimmer zeigte sich Philipp von der Haar beim Volkstriathlon gleich ganz vorne im Feld. Mit persönlicher Bestzeit hatte von der Haar nach 11 Minuten die 700 Meter hinter sich gebracht und stieg auf das Triathlonrad, mit dem er23 Kilometer durch das Münsterland rund um den Feldmarksee fahren musste. „Die Radstrecke präsentierte sich nach dem Regen noch sehr feucht, besonders in den Kurven war Vorsicht geboten. Auf den Geraden konnte jedoch wieder Tempo gemacht werden. Die niedrigen Temperaturen machten es der Muskulatur nicht leicht. “ beschreibt von der Haar die zweite Disziplin. Mit zwei guten Leistungen auf dem Rad und in den Laufschuhen behauptete er sich im vorderen Mittelfeld der knapp 300 Teilnehmern. Nach 1:22:59 Stunden lief er in den von vielen Zuschauern umsäumten Zielbereich ein. Damit war er 53. Der Gesamtwertung und 9. in der AK 35.
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26 |
5 |
00:26:36 |
01:19:55 |
00:45:49 |
02:38:09 |
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53 |
9 |
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00:40:22 |
00:26:16 |
01:22:59 |
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04:34:15 |
Mit einer starken Teamleistung haben die Herren 40 des SC Altenrheine am Wochenende für eine faustdicke Überraschung gesorgt: Im Heimspiel bezwangen sie den bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter GW Mesum klar mit 5:1.
Im Einzel musste sich Schmidt zwar gegen einen stark aufspielenden Seifert geschlagen geben, doch Theismann, Vogelsang und Hunke drehten mächtig auf und sorgten mit souveränen Siegen für eine 3:1-Führung vor den Doppeln.
Dort blieb es spannend: Schmidt/Heinemann kämpften sich nach Satzrückstand zurück und entschieden das Match gegen Seifert/Künnemann im Champions-Tiebreak mit 3:6, 7:6 und 10:6 für sich. Vogelsang/Hunke machten mit einem souveränen 6:2, 6:4 gegen Heinrich/Matull den klaren Heimsieg perfekt.
Auch im Pokal sind die Altenrheiner weiter auf Kurs: Nach einem hart erkämpften 2:1-Erfolg bei BSV Roxel 1 steht das Team im Viertelfinale und reist Ende August nach Hamm.
Bei der größten Triathlonveranstaltung der Welt einen Sieg zu erringen ist eine besondere Leistung. Das gelang dem Triathleten des SC Altenrheine Michael Mittelberg. Souverän gewann er seine Altersklasse.
Mit fast 10.000 Teilnehmern über die verschiedenen Distanzen ist der Triathlon in Hamburg der teilnehmerstärkste Wettkampf weltweit. Mit dem Weltcup und der Weltmeisterschaft in der Mixstaffel lockt die Veranstaltung an zwei Tagen die triathletische Welt an die Alster.
Der Streckenverlauf ist einzigartig. Schwimmen in der Binnenalster, Laufen am Ufer von Binnen- und Außenalster und die Radstrecke führt die Teilnehmer entlang der Elbe. Ins Ziel laufen die Triathleten vor der Kulisse des prächtigen Hamburger Rathauses. Das lässt die Herzen der Dreikämpfer höher schlagen.
Michael Mittelberg hatte sich intensiv auf diesen Wettkampf über die Sprintdistanz vorbereitet. Die eigentlich schwächste Disziplin, das Schwimmen in der Alster, bewältige er sehr gut. Nach den 500 Metern war nur ein Starter aus der AK 65 schneller beim Rad als der Rheinenser. Auf den 20 Radkilometern galt es mit größter Vorsicht und Routine zu fahren. Die Strecke konnte erst später freigegeben werden, so dass die Startgruppen in einem sehr engen Fünf-Minuten-Takt in den Wettkampf geschickt wurden. Aber auch hier konnte Mittelberg die zweitschnellste Zeit in der AK für sich verbuchen. Die abschließenden fünf Laufkilometer machte er dann zu seinem Paradestück. Keiner aus seiner Altersklasse und auch viele jüngere Starter konnten in den Laufschuhen mit dem SCler mithalten. Mit der schnellsten Laufzeit der Altersklasse, nur 21:48 Minuten, schob er sich auf den ersten Rang der AK65. Nach 1:16:13 Stunden ließ sich Michael Mittelberg von den mitgereisten Fans als Sieger der AK 65 feiern.