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Team Senioren

Altherren-Stadtmeisterschaften 2025

02. Januar 2026

Meine Damen und Herren, liebe Freunde des gepflegten Altherren-Zauberfußballs,
ich war dabei. Kopernikushalle, 27.12.2025. Und was soll ich sagen: Der SC Altenrheine hat Dinge getan, die man so eigentlich nur aus Märchen kennt – oder aus sehr ambitionierten WhatsApp-Gruppen.
Spiel 1: SC Altenrheine – Mesum 1:1

von Matthias Betz

Gleich zu Beginn ein historischer Moment. Nach exakt zwei Sekunden trifft Dennis Deblaere. 2 !!! Sekunden! Das ist nicht nur die schnellste Führung des Turniers, sondern laut Dennis Knips auch die erste Altenrheiner Führung seit nahezu zehn Jahren.
Mesum war noch beim Schuhe binden, wir schon am Jubeln.
Danach wurde es spannend. Unser Torwart Pete war... sagen wir mal... präsent. Mehrfach unsicher, aber immer ehrlich bemüht. Kurz vor Schluss dann der Ausgleich. Und danach noch eine Konterchance für uns – die wurde natürlich nicht genutzt. Man will es ja spannend halten. 1:1. Achtbar. Historisch. Fast ein Sieg.
Spiel 2: SC Altenrheine – Hauenhorst 1:3
Schnell 0:2 hinten. Klassischer Altenrheiner Turniermodus: erst mal kurz testen, ob Rückstände wirklich schlimm sind.
Kai Sandmann macht das 1:2, Hoffnung keimt auf... und wird kurz vor Schluss mit einem Lupfer aus ¾ Feldlänge wieder fachgerecht entsorgt. 1:3.
Überschattet wird das Spiel von der schweren Knieverletzung von Dennis Deblaere. An dieser Stelle: Gute Besserung, Dennis! Ganz Altenrheine steht hinter dir – auch wenn wir normalerweise eher vorm Tresen stehen.
Jetzt war klar: Spiel 3 wird ein kleines Finale. Ein Sieg mit drei Toren musste her. Minimum.
Spiel 3: SC Altenrheine – Rodde 7:0
Und dann... ja dann passiert das, womit niemand gerechnet hat – außer vielleicht wir selbst.
7:0.

Ein Feuerwerk. Tore wie am Fließband:
Chris zweimal
André dreimal
Rodde einmal selbst (Danke dafür ❤️)

Und dann... Björn, alias RR, Rabona-Reinhold
Man muss sich das vorstellen:
Altherren-Stadtmeisterschaft.
Kopernikushalle.
Männer, deren Körper morgens länger zum Aufwärmen brauchen als früher ganze Trainingseinheiten.
Björn bekommt den Ball – und entscheidet sich gegen Vernunft, gegen Biomechanik und gegen alles, was Orthopäden empfehlen.
Er zieht eine Rabona.
Nicht im Training.
Nicht im Spaß.
Im Spiel.
Ekstase pur...
Am Ende: Platz 2 in der Gruppe. Halbfinale!
Die Halle plötzlich laut. Die Altenrheiner Fans gefühlt in Überzahl. Wahrscheinlich auch real.
Halbfinale: SC Altenrheine – SF Gellendorf
Jetzt wurde es hitzig. Also richtig.
1:0 André Paschke – natürlich.
Zeitstrafe für Kai Sandmann. Zwei Minuten Unterzahl, Puls bei allen Ü40 irgendwo zwischen 180 und „Ich brauch kurz Sauerstoff".
Der Schiri?
Nun ja... suboptimal.
Sagen wir: Er hatte eine eigene Interpretation des Regelwerks. Eine sehr kreative.
Pete klärt einmal mit dem Kopf. Warum auch nicht. Handschuhe sind ja nur Deko.
1:1 – kurz Zittern.
2:1 Kai Sandmann – Erlösung.
3:1 Chris Naberbäumer – Ekstase.
3:2 – nochmal Herzrasen.
Noch 7 Sekunden.
Ende. Finale.
Finale: SC Altenrheine – Hauenhorst
Finale gegen Hauenhorst. Starke Truppe.
0:1.
Noch 3 Minuten.
0:2.
Wir treffen das Tor nicht mehr. Oder nur noch die Bande. Oder den Torwart. Oder gar nichts.
Endstand: Platz 2.
Fazit eines zufriedenen Turniers
Bester Torschütze: SF Gellendorf.
Bester Spieler des Turniers: André Paschke vom SC Altenrheine.
Wer hat was anderes erwartet? Eben.
Wenn uns vor dem Turnier jemand gesagt hätte: „Ihr werdet Zweiter" – wir hätten sofort unterschrieben. Mit beiden Händen. Und wahrscheinlich noch ein Bier bestellt.
Die Zuschauer waren begeistert. Die Altenrheiner Fans zahlenmäßig überlegen.
Das Bier war kalt. Zwar Warsteiner (normalerweise nur aus den grün-weiß-amisia-rheiner Gefilden bekannt), aber: Man nimmt, was es gibt.
Und es wurde viel genommen.
Ein überragendes Turnier, riesiger Teamgeist, Lust auf mehr.
Und am Ende noch einmal: Gute Besserung, Dennis Deblaere.
Dieser zweite Platz ist auch deiner.
Vielen Dank.
Ich geh dann mal langsam die Knie kühlen.