Barrierefreiheit

Zum Hauptinhalt springen
Anmelden

Team Senioren

Das Licht fürs Finale ist aus – Ü32 des SC Altenrheine scheitert trotz Überlegenheit

15. April 2026

von Matthias Betz

ALTENRHEINE. Die Ü32 des SC Altenrheine hat den Einzug in das Final Four Turnier im Kreispokal verpasst. Im entscheidenden Gruppenspiel unterlag die Mannschaft am Dienstagabend im heimischen Sportpark am Schürweg dem FSV Ochtrup mit 1:2 und das trotz klarer Feldvorteile über weite Strecken der Partie.

Bereits vor dem Anpfiff sorgte eine kuriose Szene für Gesprächsstoff. Der Schiedsrichter hatte seine Karten vergessen. Kurzerhand musste ein zugeschnittener gelber DIN A4 Zettel als Ersatz herhalten, während eine rote Karte schlicht nicht verfügbar war, verbunden mit der Hoffnung aller Beteiligten, dass diese auch nicht benötigt werden würde.
Sportlich begann die Partie engagiert. Schon in der 2. Minute hatte Altenrheine die erste gute Möglichkeit, ließ diese jedoch ungenutzt. In der Anfangsphase entwickelte sich ein ansehnliches Spiel mit leichten Vorteilen für den SCA. Nach 13 Minuten wurde es erstmals richtig gefährlich. Eine verunglückte Flanke senkte sich auf die Latte des Ochtruper Tores Pech für die Gastgeber. Auf der Gegenseite vergab Ochtrup wenig später einen Freistoß aus aussichtsreicher Position deutlich.
Die kalte Dusche folgte in der 18. Minute. Nach einem Ballverlust auf der linken Abwehrseite nutzte Ochtrup die Gelegenheit eiskalt zum 0:1. Obmann Dennis Knips sah die Ursache in unnötigem Kurzpassspiel in der Defensive. Nur zwei Minuten später der nächste Rückschlag. Kai Sandmann verletzte sich ohne Gegnereinwirkung und musste ausgewechselt werden, für ihn kam Maurice Wilkens in die Partie.
Altenrheine blieb spielbestimmend, ließ Ball und Gegner laufen doch die Tore machte der Gegner. In der 25. Minute erhöhte Ochtrup aus dem Nichts auf 0:2. Zur Halbzeit fiel das Fazit entsprechend zwiespältig aus. Der SCA dominierte das Spielgeschehen, doch Effizienz und Kaltschnäuzigkeit lagen klar auf Seiten der Gäste.
Nach dem Seitenwechsel, nun in Richtung der eigenen Fankurve spielend, erhöhte Altenrheine nochmals den Druck. Andreas Beckmann kam für Björn Reinhold, der mit Rücken und Hüftproblemen zu kämpfen hatte möglicherweise auch der ungewohnten Rolle auf dem linken Flügel geschuldet.
Die Chancen häuften sich. Kevin Vollrath verzog in der 42. Minute deutlich, kurz darauf sah ein Ochtruper Spieler nach einem harten Foul an Sven Sandmann die erste und einzige Gelbe Karte des Abends gezeigt in Form des improvisierten DIN A4 Zettels.
In der 46. Minute keimte dann Hoffnung auf. Nach einer schönen Flanke verkürzte Felix Spielmann per Kopf auf 1:2. Altenrheine war nun klar am Drücker, verlagerte das Spiel nahezu komplett in die Hälfte der Gäste und drängte auf den Ausgleich.
Die beste Gelegenheit bot sich Chris Naberbäumer, dessen Freistoß der Ochtruper Schlussmann gerade noch an die Latte lenken konnte. Doch trotz aller Bemühungen fehlte dem SCA an diesem Abend die letzte Durchschlagskraft. Die Offensivaktionen erinnerten phasenweise an das bekannte Problem beim SV Werder Bremen, gute Ansätze waren vorhanden, doch im entscheidenden Moment fehlte die Konsequenz im Abschluss.
In der Schlussphase boten sich weitere Möglichkeiten, doch entweder fehlte die Präzision wie bei einem Luftloch von Adrian Tuart oder die Abschlüsse verfehlten deutlich ihr Ziel. Auch ein Volleyschuss von Christian Kipker brachte keine Wende mehr.
Nach dem Abpfiff stand die bittere Erkenntnis. Altenrheine hatte mehr vom Spiel, nutzte seine Chancen jedoch nicht konsequent genug. Mit der 1:2 Niederlage ist der Traum vom Final Four Turnier geplatzt.
Ein kleiner Trost blieb nur abseits des Spielfelds. Bratwurst und Bier schmeckten weiterhin. Und während die Zuschauer langsam den Sportpark verließen, brachte Torschütze Felix Spielmann die körperlichen Strapazen des Abends mit einem Augenzwinkern auf den Punkt. „Tennis wäre heute vielleicht die bessere Wahl gewesen".